, 12.03.2020

Das Coronavirus lässt die deutsche Wirtschaft zittern. An der Frankfurter Börse fiel der deutsche Leitindex Dax zum heutigen Handelsauftakt erstmals seit dem Jahre 2016 unter 10.000 Punkte. Verantwortlich für die Sorge der Anleger ist die Ausbreitung des Coronavirus, der derzeit große Teile der Industrie schwächt.

 

Auch die deutsche Glücksspielbranche, die im Jahre 2019 mehr als 46 Milliarden Euro generiert hat, könnte durch die Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das Coronavirus in Deutschland

Nach aktuellem Stand (12.03.2020) haben sich in Deutschland 1.929 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Vier Personen sind bislang an der Krankheit gestorben. Bundeskanzlerin Merkel sagte am Mittwoch bei einer Fraktionssitzung, dass sich bis zu Zweidrittel der Deutschen mit dem Virus infizieren könnten. Experten wie Christian Drosten, Leiter der Virologie der Berliner Charité, schätzen, dass das Virus für das deutsche Gesundheitssystem nur dann problematisch werden könnte, wenn das Infektionsgeschehen in kurzer Zeit stattfände.

Unterdessen kehre in China, dem Ursprungsland des Virus, derzeit nach und nach der Alltag zurück, wie die ARD berichtet.

Erste Spielbanken melden Event-Absagen

 

Obgleich in Deutschland bislang nur Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern behördlich untersagt werden können, haben bereits die ersten deutschen Spielbanken ihr Veranstaltungsprogramm den Umständen angepasst.

 

Wie die Spielbanken Bayern am Mittwoch mitgeteilt haben, werde der Event-Plan des Unternehmens bis Mitte April ausgesetzt:

„Die Bayerischen Spielbanken verzichten ab dem 12. März bis einschließlich 19. April 2020 auf die Durchführung von Events in den neun Spielbanken im Freistaat. Mit dieser Entscheidung leisten die Bayerischen Spielbanken einen bewussten und proaktiven Beitrag zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19).“

Kosten für Veranstaltungstickets würden von der Spielbank erstattet. Welche Einbußen durch die Absagen auf die Bayerischen Spielbanken zukommen, ist bislang unbekannt.

 

Berliner Spielbanken sind achtsam

 

Laut der Spielbank Berlin gebe es durch das Coronavirus noch keinerlei Einschränkungen im Spielbetrieb. Allerdings denke man derzeit über Maßnahmen nach, wie das Unternehmen auf Anfrage von Casinoonline.de mitgeteilt hat:

„Im Moment ist noch keine Entscheidung getroffen worden diesbezüglich, da berät man noch. Dann wird es auf der Webseite bekanntgegeben.“

Wie es von der Spielbank Berlin heißt, könne sich die Situation täglich ändern.

 

Wie steht es um das Geschäft der Spielhallen?

 

Ob und wie sich die Corona-Krise konkret auf die Besucherzahlen und damit die Einkünfte der deutschen Glücksspielindustrie auswirken wird, ist derzeit noch völlig offen.

 

Bislang wurden in Deutschland noch keine umfangreichen Quarantänemaßnahmen wie Italien getroffen. Dort mussten Wettbüros und Spielhallen landesweit schließen.

 

Sollten in Deutschland ähnliche Mittel ergriffen werden, könnte es die Glücksspielindustrie Milliarden kosten. Laut dem deutschen Jahrbuch Sucht (DHS) hat der Umsatz an Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten im Jahre 2019 31 Milliarden Euro betragen.

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