, April 10, 2019

Für Golf-Fans aus aller Welt beginnt die Saison erst in den nächsten Tagen so richtig: Am morgigen Donnerstag erfolgt der erste Abschlag beim legendären Masters-Turnier in Augusta im US-Bundesstaat Georgia.

 

Wettbüros rechnen mit hohen Umsätzen

Auch für die Buchmacher verspricht das bis Sonntag dauernde Event ein Fest zu werden, denn ihnen winken Umsätze im dreistelligen Millionenbereich. Ihr Favorit ist Rory McIlroy aus Nordirland, der beim Masters in den letzten fünf Jahren stets unter die Top-10 gekommen war.

 

Neben McIlroy dürfte sich eine ganze Reihe weiterer Spieler Chancen auf einen Gewinn beim Masters ausrechnen. Neben Dustin Johnson oder Justin Rose haben Experten auch den viermaligen Masters-Sieger Tiger Woods auf der Rechnung.

 

Die Chancen stehen für den Weltranglistensiebten jedenfalls weitaus besser als in den Vorjahren, als er das Turnier aufgrund von Verletzungen oder Formschwäche teilweise ganz absagen musste.

Die Favoriten der Buchmacher
1:7,0 Rory McIlroy (Großbritannien)
1:10,0 Dustin Johnson (USA)
1:12,0 Justin Rose (Großbritannien)
1:14,0 Tiger Woods (USA)
1:16,0 Jon Rahm (Spanien)
1:18,0 Justin Thomas (USA)
1:18,0 Rickie Fowler (USA)
1:20,0 Jason Day (Australien)
1:20,0 Jordan Spieth (USA)
1:22,0 Francesco Molinari (Italien)

Dem US-amerikanischen Vorjahressieger Patrick Reed werden von den Wettbüros nur Außenseiterchancen eingeräumt. Sollte er seinen Titel tatsächlich verteidigen, winkt den glücklichen Tippern, die auf ihn gesetzt haben, eine Quote von 1:500. Reed wäre nach Tiger Woods im Jahr 2002 der erste Spieler, dem dieses seltene Kunststück gelänge.

 

Schafft McIlroy den Karriere-Grand Slam?

Rory McIlroy

Favorit Rory McIlroy (Bild: Wikipedia)

Ein Sieg bei dem prestigeträchtigsten Golf-Turnier der Welt fehlt dem erst 29-jährigen Rory McIlroy jedoch noch in seiner beeindruckenden Pokal-Sammlung. Im Falle eines der Triumphs würde sich die aktuelle Nummer fünf der Weltrangliste in den erlauchten Kreis der Grand Slam-Sieger einreihen, die in ihrer Karriere alle vier Majors mindestens einmal gewonnen haben.

 

Nach einem sportlichen Tief im vergangenen Jahr präsentierte sich der viermalige Major-Sieger im Vorfeld des Masters jedenfalls in bestechender Form. So gewann er Mitte März mit der THE PLAYERS Championship das mit einem Preisgeld von 12,5 Millionen US-Dollar höchstdotierte Turnier im Golfzirkus.

 

Für seinen dortigen Sieg strich der Golfprofi 2,25 Millionen US-Dollar ein. Sollte Rory McIlroy am Sonntag in Augusta Ähnliches gelingen, könnte sich der Nordire über einen nur unwesentlich kleineren Scheck freuen: Dem Masters-Sieger winken 1,98 Millionen US-Dollar.

 

Viel mehr dürfte sich der künftige Sieger jedoch über das traditionelle grüne Jacket freuen, das er vom Vorjahressieger Patrick Reed aus den USA überreicht bekommen wird. Gleichzeitig erhält jeder Sieger ein lebenslanges Startrecht bei dem Turnier.

 

Altmeister Bernhard Langer tippt auch auf Tiger Woods

Deutsche Golfprofis sucht man unter den Favoriten vergeblich. Der ehemalige Weltranglistenerste Martin Kaymer sucht auch in diesem Jahr nach seiner Form vergangener Zeiten. Neben ihm tritt Golf-Legende Bernhard Langer an, der in Augusta zweimal (1985, 1993) den Siegerpokal in die Höhe strecken durfte.

 

Die Wettbüros bewerten die Chancen der beiden Deutschen äußerst niedrig. Martin Kaymer liegt bei einer Quote von 1:300, während die Buchmacher bei einem Sieg Langers 500 US-Dollar für jeden eingesetzten Dollar auszahlen würden. Noch geringer bewerten sie die Chancen ehemaliger Master-Sieger wie Ian Woosnam oder Jose Maria Olazabal, die bei einer Quote von 1:2000 am Ende des Feldes liegen.

 

Auf die Frage, wen Bernhard Langer Favoriten sehen würde, antwortete der Altmeister:

Rory ist in einer super Form. Er fühlt sich sehr wohl mit seinem Schwung und hat sicher sehr große Chancen.

Doch daneben hat er einen weiteren Tipp parat: Tiger Woods. Zu dessen Chancen sagte Bernhard Langer:

Sein Schwung sieht konstanter aus. Er war immer ein sehr guter Bunkerspieler und Putter. Dazu ist er mental sehr stark. Ich glaube, er hat es drauf.

Doch nicht nur Tiger Woods wird sich auf neue Platzverhältnisse einstellen müssen. Um das Spiel schwieriger zu gestalten, haben die Organisatoren Hunderte neuer Bäume gepflanzt und die Spielbahnen durch Hinzufügung weiterer Roughs künstlich verengt.

 

Die Änderungen werden den Golfprofis ein sehr viel präziseres Spiel auf dem ohnehin schweren Platz abverlangen. Spätestens Sonntagnachmittag Ortszeit wird sich zeigen, wer mit den komplizierten Bedingungen am besten zurechtgekommen ist.