Samstag, 03. Dezember 2022

Bundesliga-Sport­wetten: Droht erneut Lange­weile beim Kampf um die Meister­schaft?

Fußballvereine Logos Allianz Arena Die 1. und 2. Fußball-Bundesliga starteten in die neue Saison (Bilder: DFL, Pixabay)

An diesem Wochenende startet die Fußball-Bundesliga in ihre 60. Spielzeit. Den Saisonauftakt machte am Freitag Meister Bayern München beim Spiel gegen den Europa-League-Champion Eintracht Frankfurt. Der von den Sportwetten-Anbietern auch in diesem Jahr hoch favorisierte Serienmeister entschied das erste Spiel der Saison sehr eindeutig mit 6:1 für sich.

Wer soll die Bayern schlagen?

Wenn es nach den Buchmachern geht, bietet auch die kommende Bundesliga-Spielzeit zumindest im Titelkampf kaum Überraschungen. Den Anbietern von Sportwetten zufolge spricht kaum etwas dagegen, dass die Bayern ihre elfte Meisterschaft in Folge einfahren. Die Quote dafür liegt aktuell bei 1,2.

Am Dienstag zog Ex-Bayern-Torjäger Robert Lewandowski einen versöhnlichen Schlussstrich unter seine Ära beim FCB und in der Bundesliga. Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle verabschiedete sich der Weltfußballer des Jahres persönlich vom Management und seinen ehemaligen Mitspielern. Später beteuerten die Beteiligten, dass man nach den Streitigkeiten um Lewandowskis forcierten Abgang nach Spanien im Guten auseinandergegangen sei. Einige enttäuschte Fans jedoch begleiteten die Abfahrt des nun beim FC Barcelona kickenden Torjägers mit Schmähgesängen.

In der Meisterfrage rangiert Borussia Dortmund bereits mit einigem Abstand hinter dem FCB. Der BVB wird mit 7,5 eingeschätzt, gefolgt von RB Leipzig und Bayer Leverkusen, denen die Sportwetten-Anbieter allerdings nur Meisterchancen von 13,0 und 30,0 zubilligen.

Trotz der großen Favoritenrolle gehen einige Bundesligatrainer von einem engeren Rennen um die Meisterschaft aus. So erklärte Steffen Baumgart, Trainer des 1. FC Köln,

dass alle vier Teams um die Meisterschaft spielen werden. Die Bayern genauso wie der BVB, Leverkusen und Leipzig sind für die neue Saison richtig gut aufgestellt.

Ähnlich äußerte sich Sven Mislintat vom VfB Stuttgart. Er erwarte, dass die anderen Teams den Münchnern in den kommenden Monaten stärker Paroli bieten dürften, als dies in den vergangenen Jahren der Fall gewesen sei. BVB-Chef Hans-Joachim Watzke hingegen erklärte die Bayern in der Bundesliga zum „Topfavorit Nummer eins“.

Meisterschale

Wird die Meisterschaft erneut früh entschieden? (Bild: DFB)

Einig sind sich Trainer und Fans jedoch bei der Frage nach besonderen Wünschen für die kommende Saison. Viele von ihnen erklärten, dass sie auf eine Spielzeit mit vollen Stadien hofften, die nicht von erneuten Corona-Beschränkungen getroffen werde.

Eintönigkeit oben, Spannung unten?

Obgleich sich das Rennen um den Top-Platz der Liga langweilig gestalten könnte, erwarten Fans und Buchmacher auch in der kommenden Saison einen spannenden Abstiegskampf. Dort handeln die Sportwetten-Anbieter mit dem VfL Bochum (2,0), FC Augsburg (2,2), Schalke 04 (2,5), Hertha BSC (2,8) und Werder Bremen (3,0) gleich fünf Teams mit einer Abstiegsquote von höchstens 3,0.

Ebenfalls nervenaufreibend dürfte sich nach Ansicht der Sportwetten-Anbieter der Aufstiegskampf gestalten. Nicht nur Hamburger Fans fragen sich, ob dem HSV endlich der ersehnte Aufstieg ins Fußballoberhaus gelingt. In den Wettbüros werden dem Club der jüngst gestorbenen Legende Uwe Seeler mit 2,0 die größten Chancen zugesprochen. Dahinter folgen Düsseldorf (2,8) und Darmstadt (4,) sowie der HSV-Stadtrivale St. Pauli (5,0)

Trotz der Bayern-Dominanz erwarten viele Wettfans nicht, dass der kommende Torschützenkönig aus München kommt. Nach Lewandowskis Abschied liegt dessen millionenteurer Nachfolger Sadio Mané mit 4,6 nur auf dem zweiten Platz. Leichter Favorit der Sportwetten-Betreiber ist Patrik Schick aus Leverkusen.

Den tschechischen Nationalspieler bewerten die Buchmacher etwas besser mit 4,0. Behalten sie mit ihrer Einschätzung zu dem knappen Ausgang recht, könnte es in der kommenden Saison zumindest einen spannenden Wettkampf um die Torjägerkrone geben.