, 05.04.2020

Das US-amerikanische Glücksspielunternehmen Caesars Entertainment wird voraussichtlich bis zu 90 % seiner US-Belegschaft vorübergehend entlassen.

 

Wie das Las Vegas Review-Journal (Link auf Englisch) am Freitag berichtet hat, könnten „Zehntausende“ Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sein.

Die gesamte Glücksspielindustrie leidet

In den Vereinigten Staaten betrifft die Corona-Pandemie die gesamte Glücksspielbranche. Die American Gaming Association (AGA) schätzt, dass sich die finanziellen Verluste der Industrie auf bis zu 21,3 Milliarden US-Dollar belaufen könnten. Landesweit haben bereits 90 % der Casinos geschlossen. Zusammen mit der Regierung und dem US-Kongress will die AGA Wege finden, um die Liquidität der Glücksspiel-Konzerne zu sichern und Insolvenzen abzuwenden.

Caesars Entertainment ist einer der größten US-Glücksspiel-Konzerne. Laut einem Jahresbericht vom Februar 2020 beschäftigt das Unternehmen insgesamt 64.000 Mitarbeiter. Allein in Las Vegas besitzt Caesars Entertainment sieben Casinos und Hotels. Weitere 29 Einrichtungen werden im Rest der USA von dem Glücksspiel-Giganten betrieben.

 

Caesars Entertainment sieht keine Alternative

 

Für Caesars Entertainment seien die betriebsbedingte Kündigungen derzeit alternativlos. Zwar werde das Unternehmen über eine Dauer von zwei Wochen Lohnfortzahlungen leisten und noch bis zum 30. Juni Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, eine vorübergehende Freistellung sei allerdings unumgehbar.

 

In einem Statement sagte Caesars-Boss Tony Rodeo:

„Angesichts der Schließung unserer Immobilien unternehmen wir schwierige, aber notwendige Schritte, um die Finanzlage des Unternehmens und seine Fähigkeit zur Wiederherstellung zu schützen, wenn die Umstände es uns ermöglichen, unsere Gäste und Mitarbeiter wieder in unseren Einrichtungen zu begrüßen (…). Das Unternehmen ist mit einer starken operativen Leistung in diese Krise eingetreten, die zusammen mit den Schritten, die wir jetzt unternehmen, für die Zukunft unseres Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist.“

Für Caesars ist die Schließung seiner Unternehmen aktuell nicht die einzige Herausforderung. In Großbritannien muss der Konzern wegen der Verletzung von Lizenzbedingungen eine Geldstrafe in Höhe von 13 Millionen GBP an die britische Glücksspielaufsicht zahlen.

 

Die Behörden warfen Caesars unter anderem vor, Richtlinien zum Schutz vor Geldwäsche missachtet zu haben.

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