, 16.02.2020

Im US-Bundesstaat Arizona steht der Mord an einem Taxifahrer vor der juristischen Aufklärung. Gabriel Milford Kavoka wurde von einer Jury angeklagt, seinen Fahrer Hilario Mendoza bei einem Casino-Besuch erschossen zu haben.

 

Mord vor dem Indianer-Casino

Die Tat hatte sich am 21. August 2019 vor dem Casino Arizona im Reservat des Stammes der Salt River Pima-Maricopa ereignet. Damals war es vor dem Indianer-Casino zu einer Schießerei gekommen, bei der Mendoza lebensgefährlich verletzt wurde.

In Arizona besitzen 16 Indianerstämme eine staatliche Casino-Lizenz. Derzeit werden von ihnen in dem Staat 26 Spielcasinos betrieben. Das nahe der Stadt Scottsdale gelegene Arizona Casino zählt zu den größeren Glücksspiel-Etablissements: Auf einer Fläche von gut 9.000 m² befinden sich über 900 Spielautomaten und 50 Spieltische.

Als die Polizei wenig später am Tatort erschien, war der Verdächtige mit dem Taxi geflohen. Er konnte jedoch nach einer kurzen Verfolgungsjagd gestellt und verhaftet werden.

 

Medienberichten zufolge hatte der 45-jährige Fahrer und Vater von drei Kindern Kavoka zuerst fälschlicherweise zu einem anderen Casino gefahren. Dieser hatte jedoch darauf bestanden, zum Arizona Casino chauffiert zu werden.

 

Dort eröffnete er aus noch ungeklärten Gründen das Feuer auf seinen Fahrer. Dieser erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, weshalb die Anklage auf Mord in Tateinheit mit schwerem Autodiebstahl lautet.

 

Die Familie des Getöteten zeigte sich damals erschüttert. So sagte seine Schwester dem Sender ABC15:

Er starb allein. Er starb ohne seine Familie. Niemand verdient so etwas.

Langes Vorstrafenregister

Kavoka ist für die Polizei kein Unbekannter, denn er wurde bereits wegen einer Vielzahl von Vergehen angeklagt und verurteilt. So verbrachte der Mann unter anderem wegen des Angriffs mit einer gefährlichen Waffe sowie illegalem Waffenbesitz knapp 13 Jahre seines Lebens hinter Gittern.

 

Wie der US-Radiosender KNXV berichtet, war Kavoka erst im November 2018 aus der Haft entlassen worden. Zwar war er bereits 2016 auf Bewährung freigekommen. Diese war jedoch wegen Verstößen gegen die Auflagen zweimal ausgesetzt worden, sodass er erneut ins Gefängnis musste, um seine Gesamtstrafe zu verbüßen.

 

Sollte Kavoka wegen Mordes schuldig gesprochen werden, droht ihm in Arizona die Todesstrafe. Allerdings hat der Bundesstaat den Vollzug der Urteile nach Anwendung eines fehlerhaften Gift-Cocktails im Jahr 2014 ausgesetzt.