, 04.03.2021

Der US-Casino-Betreiber Las Vegas Sands zieht sich aus der Glücksspielmetropole Las Vegas zurück. Wie der Konzern am Mittwoch in einer Pressemitteilung bestätigte, sollen das Venetian Resort Las Vegas und das Sands Expo und Convention Center für 6,25 Milliarden US-Dollar (ca. 5,2 Milliarden Euro) an die US-Investmentgruppen Apollo und Vici Properties verkauft werden.

 

Grund für die Veräußerung sei eine strategische Neuausrichtung des Casino-Unternehmens. Die Firma wolle sich in Zukunft stärker auf Reinvestitionen in Asien konzentrieren und Wachstumschancen in neuen Märkten wahrnehmen.

In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Glücksspielmarkt in Asien immer mehr zum wirtschaftlichen Zugpferd von Las Vegas Sands. Wie das Branchenportal CDC Gaming Reports (Link auf Englisch) berichtet, seien die Casino-Resorts in Macau und Singapur im Corona-Jahr 2020 für 79,5 % der Gesamteinnahmen von Las Vegas Sands verantwortlich gewesen.

Bereits im Oktober 2020 hatte Las Vegas Sands einen Verkauf seiner Grundstücke in Las Vegas prüfen lassen. Nachdem Unternehmensgründer Sheldon Adelson im Januar 2021 an Krebs verstorben war, geht der Plan nun in die praktische Phase über.

 

Ein „bittersüßer“ Abschied

 

In einem Pressestatement bezeichnete der Konzern die Entwicklungen als „bittersüß“. Sands-CEO Robert Goldstein erklärte anlässlich des Verkaufs des Venetian Resorts:

 „Das Venetian hat das Gesicht der zukünftigen Casino-Entwicklung verändert und Sheldon Adelsons Erbe als eine der einflussreichsten Personen in der Geschichte der Glückspiel- und Gastgewerbebranche gefestigt. Mit der Ankündigung des Verkaufs des Venetian Resorts würdigen wir das Erbe von Herrn Adelson, während ein neues Kapitel in der Geschichte dieses Unternehmens beginnt (…).“

Laut Goldstein, der bereits als Präsident und COO des Venetian und des Palazzo fungierte, sei es schwierig, sich von langjährigen Mitarbeitern verabschieden zu müssen. Er sei jedoch sicher, dass der Erfolg der Einrichtungen fortdauern werde.

 

Goldstein zufolge komme es nun darauf an, nach Wachstumspotential in anderen Märkten zu suchen. Asien bleibe das „Rückgrat“ des Unternehmens. Zukünftiges Zentrum der Aufmerksamkeit bildeten die Einrichtungen in Macau und in Singapur. Dort betreibt Sands bereits mehr Casinos und Hotels als in Las Vegas. Dazu gehören unter anderem das Marina Bay Sands, das Venetian Macau, das Plaza und das Four Seasons Hotel Macau.

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