, 04.01.2020

Der Reef Casino Trust, dem das in Far North Queensland ansässige Casino gehört, teilte seinen Aktionären in dieser Woche mit, dass sein Versicherungsträger seine Policen-Rechnung von 487.000 AUD (305.194 Euro) auf 1,3 Millionen AUD (816.610 Euro) erhöht habe. Dies entspreche einem Anstieg um rund 60 %.

 

Grund für die höheren Preise soll eine neue Einschätzung der Versicherungen sein, die davon ausgehe, dass sich das Risiko von Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels für touristische Unternehmen erhöht habe. Der Anstieg der Beiträge sei aufgrund der „herausfordernden Marktbedingungen in der Versicherungsbranche“ erforderlich gewesen.

 

Der bisher höchstmögliche Betrag der Schadensabdeckung habe sich auf 10 % des Nettogewinns des Unternehmens belaufen, der im Jahre 2019 bei rund 4,5 Millionen Euro lag.

 

Es war auch festgelegt, wie viel das Casino für Schäden geltend machen kann, die durch Überschwemmungen und Stürme verursacht werden. Es werde derzeit auch über eine Erhöhung der Obergrenzen für Schadensersatzansprüche diskutiert.

 

Versicherungsunternehmen besorgt über Klimawandel

Das Reef Casino ist nicht der einzige Ort, der möglicherweise mit finanziellen Problemen konfrontiert sein könnte. In ganz Australien werden praktisch alle Unternehmen, Casinos und Tourismuseinrichtungen höhere Prämien zu zahlen haben, von denen die meisten doppelt so hoch oder höher sind als im letzten Jahr.

 

Daniel Gschwind, Geschäftsführer des Queensland Tourism Industry Council, erklärte:

„Versicherungsunternehmen haben seit einigen Jahren ihre Besorgnis über den Klimawandel zum Ausdruck gebracht. Ich denke, sie haben eine Einschätzung dahingehend abgegeben, wie global wir damit umgehen – oder nicht – und sie haben uns die Rechnung geschickt.”

Große Versicherungsunternehmen hätten bereits gewarnt, dass der Klimawandel ihr Geschäftsmodell bedrohe und die Versicherungen in Teilen Australiens, die Naturkatastrophen ausgesetzt sein könnten, zu teuer werden könnten. Gschwind fügte hinzu, dass viele touristische Unternehmen diese Ausgaben nicht mehr tragen könnten.

 

Klimakrise als Grund für höhere Kosten?

Es ist immer noch umstritten, inwieweit der Klimawandel „menschengemacht“ ist. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ zitierte 1997 die medizinische Zeitschrift „The Lancet“, die behauptete, dass infolge des Klimawandels “Millionen von Menschen” sterben würden.

 

Die Prognose war jedoch weit von der Realität entfernt. Der Klimaforscher an der Universität von Alabama, Roy Spencer, führt aus:

“Keine dieser Vorhersagen hat sich bewahrheitet und ist nicht annähernd erfüllt. Es ist erstaunlich, dass die Öffentlichkeit trotz eines 95-prozentigen Rückgangs der wetterbedingten Todesfälle in den letzten 100 Jahren weiterhin an apokalyptische Vorhersagen glauben kann.”

Im vergangenen Jahr hatten Gebiete in Australien, einschließlich Nord-Queensland, eine besonders schwere Regenzeit. In anderen Gebieten toben heute verheerende Waldbrände.

 

Waldbrand, Thermometer

Klimawandel als Ursache der Waldbrände? (Bild: pixabay.com)

Solche Vorkommnisse seien jedoch nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler Teil eines natürlichen Kreislaufs.

 

Es aber sieht so aus, als könnten Versicherungsunternehmen versuchen, die aktuelle Stimmung und Naturkatastrophen wie die Buschbrände für sich zu nutzen und Profit zu schlagen.

 

Auf der anderen Seite könnten sie aber auch eine wirtschaftliche Bedrohung der Unternehmen darstellen. Schätzungen zufolge belaufen sich die Feuerschäden in Down Under derzeit auf rund 320 Mio. GBP. Die Folgen für die Umwelt und die Wirtschaft sind nicht absehbar.