, 17.09.2020

Der weltbekannte Glücksspiel-Tycoon Sheldon Adelson unterstützt Donald Trump erneut auf den letzten Metern seines Wahlkampfes. Wie der US-amerikanische Nachrichtendienst CNBC am Mittwoch berichtet hat [Seite auf Englisch], plane der Gründer und Inhaber der Las Vegas Sands Corporation, zwischen 20 und 50 Mio. USD in den Wahlkampf zu investieren.

 

Die Informationen darüber habe der Nachrichtendienst von nicht namentlich genannten Insidern erhalten. Laut diesen solle ein Großteil des Geldes unmittelbar der Anfang des Monats gegründeten Pro-Trump-Lobbygruppe Preserve America zur Verfügung gestellt werden.

Die Lobbygruppe Preserve America ist das jüngste sogenannte „Super-PAC“ für Trumps Wahlkampf 2020. Der Unterschied zwischen normalen PACs (Political Action Committees) und Super-PACs liegt darin, dass PACs keine unbegrenzten Gelder von Einzelpersonen, Vereinen oder Unternehmen annehmen dürfen. Den Super-PACs sind hier keine Limits gesetzt.

 

Beide Arten der Lobbygruppen dürfen Präsidentschaftskandidaten im Wahlkampf direkt nur mit 5.000 USD unterstützen, bei Parteien liegt die Grenze bei 15.000 USD jährlich. Keine Begrenzung gilt für die Geldsummen, die PACs in eigene Wahlwerbung investieren.

Weitere Spendenempfänger könnten die Verantwortlichen Trumps eigener Wahlkampagne, das Nationalkomitee der Republikaner sowie Lobbygruppen der Republikaner im US-Kongress sein.

 

(Keine) Sorgen um Adelsons mangelnde Unterstützung?

Die zuletzt aufgekommenen Gerüchte, dass Adelson seine Unterstützung des Präsidenten stark herunterfahre, könnten damit in Kürze aus der Welt geschafft werden.

 

Unter anderem hatte das Politikmagazin Politico Anfang August berichtet, Trump habe sich beschwert, dass Adelson in diesem Jahr „zu wenig“ für den Wahlkampf gespendet habe.

 

Daraufhin hatte sich mit Andy Abboud einer der engsten Berater des Präsidenten an die Presse gewandt und mitgeteilt, dass es keinen Grund zur Sorge gebe.

Ich will nur klarstellen, dass ich mit den Adelsons gesprochen habe. Sie stehen 110 % hinter dem Präsidenten. Und das wird in Kürze auch klar ersichtlich sein.

Laut CNBC könnte Trump die Unterstützung seines „alten Freundes“ nötiger denn je haben. So hätten Präsidentschaftskandidat Biden und das Nationalkomitee der Demokraten im August insgesamt 364,5 Mio. USD Spenden für seinen Wahlkampf gesammelt. Bei Trump und seinem Nationalkomitee der Republikaner hingegen seien es 210 Mio. USD gewesen.

 

Bisher habe Adelson lediglich 27 Mio. USD in den diesjährigen Wahlkampf investiert. Von seiner 120 millionenschweren Investition bei den Zwischenwahlen 2018 sei diese Summe derzeit noch weit entfernt.