Donnerstag, 06. Oktober 2022

Casinos Austria International veröffentlicht Entwicklungsplan für Nagasaki-Casino-Projekt

Hafen, Gebäude Das Casino-Resort soll neben dem Themenpark Huis Ten Bosch entstehen. (Bild: pixabay.com)

Die Präfektur Nagasaki und Casinos Austria International Japan (CAIJ) haben am Montag ihren gemeinsam erstellten Entwicklungsplan für das Casino-Resort in der Präfektur Nagasaki veröffentlicht. Der Entwurf soll der Regierung bis zum 28. April 2022 vorgelegt werden.

Die Gesamtfläche des in Sasebo City neben dem Themenpark Huis Ten Bosch gelegenen Casino-Resorts soll Medienberichten zufolge insgesamt 550.000 Quadratmeter betragen. Die Entwicklungskosten beliefen sich auf voraussichtlich 350 Mrd. JPY (2,7 Mrd. Euro).

Die Regierung von Nagasaki rechne damit, dass das Resort jährlich rund 8,4 Millionen Besucher anziehen werde. Etwa 10.000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Es werde zudem erwartet, dass jedes Jahr 30 Mrd. JPY (234 Mio. Euro) an Einnahmen generiert würden.

High-End-Quartiere mit heißen Quellen

Das moderne Kongresszentrum biete künftig mehrere Konferenzsäle für nationale und internationale Veranstaltungen. Im „Japan House“ sollen die Gäste auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern, die über sechs oberirdische Ebenen sowie eine unterirdische verfügen soll, traditionelle Kunst aus Kyushu und Nagasaki bewundern können.

Für das Anwesen seien 2.000 Hotelzimmer vorgesehen. Zu den Besonderheiten soll ein High-End-Gasthaus im japanischen Stil mit heißen Quellen gehören.

Es werde mit einer medizinischen Einrichtung kooperiert, um die Kultur des „Toji“ [Anm. d. Red.: Toji ist ein alter japanischer Brauch, bei dem man in mineralhaltigen heißen Quellen badet] oder „Hot Spring Cure“ zu integrieren.

Blackjack, Baccarat & Co

Der dreistöckige Casinobereich soll sich auf der Rückseite des IR-Geländes befinden. Japans Casino Regulatory Commission hat am vergangenen Freitag den Betrieb von neun Spielen in insgesamt 21 Varianten genehmigt.

Die Spieleauswahl soll zwei Arten von Baccarat, vier Blackjack-Varianten, acht Pokerspiele, Sic Bo, Craps, Casino War, Money Wheel und Pai Gow sowie elektronische Spiele umfassen.

Diese Spiele seien derzeit in Japan verboten, seien aber im Rahmen der staatlichen Resorts-Pläne legalisiert worden. Zudem sollen auch traditionelle Spiele wie Pachinko, Pachislot und Mahjong im Spieleangebot enthalten sein.

Zur Spielsucht-Prävention sollen im Spielebereich Uhren angebracht werden. Zudem sei das Aufstellen von Geldautomaten in der Nähe der Glücksspiele verboten. Auch seien zeitliche Beschränkungen für den Aufenthalt im Casino vorgesehen.

Finanzierung des Casino-Projekts noch ungeklärt?

Die Präfektur Nagasaki und CAIJ sollen angekündigt haben, den Entwurf weiter auszuarbeiten und ihn auf der Präfektur-Versammlung im März 2022 vorzustellen. Es würden jedoch auch detaillierte Informationen zur Kapitalbeschaffung und zu den Gesellschaften verlangt.

In einem Interview mit dem asiatischen Nachrichtenportal The Nikkei [Seite auf Englisch] erklärte CAIJ-Präsident Akio Hayashi:

Wir können die Namen der Unternehmen erst bei der Versammlung der Präfektur Nagasaki im März 2022 bekannt geben.

Ein Vertreter der Präfektur Nagasaki erklärte, dass man aktuell noch damit beschäftigt sei, die Kapitalbeschaffung für das Projekt zu gewährleisten. Somit bleiben Fragen zur Finanzierungsquelle des Casino Austria-Projekts vorerst unbeantwortet.