, 05.06.2020

Die Casinos in Griechenland befinden sich wegen des Shutdowns zur Vermeidung der Ausbreitung der Corona-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten. Wie das griechische Wirtschaftsmagazin Euro2day am Donnerstag berichtete, benötige die Glücksspielbranche nun die Unterstützung der Politik zur Verhinderung des wirtschaftlichen Bankrotts.

 

Die Vertreter der Glücksspielbranche fordern in einem Brief an den Finanzminister Christos Staikouras, den stellvertretenden Finanzminister Apostolis Vesyropoulos und den Präsidenten der griechischen Glücksspielkommission [Seite auf Englisch] Evaggelos Karagrigoriou die Reduzierung der Steuerabgaben.

 

Dies verschaffe den Unternehmen ausreichend Liquidität, um ausstehenden und neuen Verpflichtungen gerecht zu werden und die Arbeitsplätze der rund 5.000 Mitarbeiter erhalten zu können.

Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Glücksspielbranche mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Obwohl die Prognosen für das Jahr 2019 aufgrund des steigenden Tourismus Zuversicht weckten, sanken die Umsätze der Spielbanken um 25 %. Grund für die Verluste war die Umsetzung der Anti-Raucher-Gesetzgebung.

Das Problem mit den neuen Casino-Lizenzen

Einige Casinos fordern zusätzliche Maßnahmen, die eine günstigere Behandlung für Unternehmen vorsehen, welche die neue Casino-Lizenz (EKAZ) gemäß Gesetz 4512/2018 beantragt, diese aber noch nicht erhalten haben.

 

Aufgrund der aktuellen Situation sei es einigen Betrieben nicht möglich, die geforderten Daten vollständig zu übermitteln, andere wiederum seien möglicherweise nicht mehr in der Lage, die Anforderungen der neuen Lizenz zu erfüllen.

 

Daher baten die Betreiber um Fristverlängerungen für die Einreichung oder die erneute Einreichung der Anträge bei der Glücksspielkommission für die Erteilung der EKAZ-Lizenzen bis zum 31.12.2020.

Griechische Casinos, die noch unter den alten Lizenzen betrieben werden, haben eine Steuerlast von 57 % des Umsatzes. Die neuen Lizenzen sehen eine Abgabe in Höhe von 20 % vor.

 

Casinos, die sich bereits um die neuen Lizenzen beworben, diese aber noch nicht erhalten haben, wurde für das Jahr 2020 aufgrund der temporären Schließungen eine Reduzierung der Abgaben auf EKAZ-Niveau gewährt.

Die Repräsentanten der Glücksspiel-Branche betonten weiterhin die Notwendigkeit, die Abgaben für alle Unternehmen auch künftig auf EKAZ-Niveau zu belassen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und eine einheitliche Regulierung der Branche zu erreichen. Eine Entscheidung der Verantwortlichen steht noch aus.