, 28.02.2018

Las Vegas Strip mit Casinos

Am Las Vegas Strip liegt das Geld. (Bild: youtube.com)

Die Casinos in Las Vegas können sich auch für 2017 über kontinuierlich steigende Umsatzzahlen freuen und das trotz stagnierenden Besucheraufkommens. Amerikas  Top Zockermetropole profitiert darüber hinaus von Steuereinnahmen über den seit letztem Jahr legalen Verkauf von Cannabis.

 

Der Trend geht nach wie vor hin zu Spielautomaten und Tischspielen. Auch konnten die großen Häuser am Platz, darunter das Bellagio, das Caesar’s Palace oder das Aria, weitaus höhere Umsätze erzielen als die weniger bekannten Casinos in Downtown Las Vegas rund um die Fremont Street. Als Gründe für den Besucherrückgang werden unter anderem das Attentat von Las Vegas vergangenen Oktober vermutet.

 

Slots und Tischspiele ungebrochen beliebt

Roulettespiel im Casino

Roulette zieht viele Spieler an (Bild: pixabay.com)

Zum dritten Jahr in Folge konnten die großen Häuser am berühmten Las Vegas Strip ein Umsatzplus verzeichnen. Mit Ausnahme eines kleinen Einbruchs 2015 steigen die Zahlen bereits seit 2011. Das zeigt eine Untersuchung der Glücksspielforschungsstelle der University of Las Vegas. Auch der Jahresabschlussbericht der Las Vegas Convention and Visitors Authority sowie die Zahlen des Nevada Gaming Control Board bestätigen diesen Trend.

 

Für den meisten Umsatz sorgen dabei Slots und Tischspiele wie Blackjack, Craps und Roulette. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sich beide Kategorien erneut steigern und tragen jeweils 2,8 Millionen bzw. 2,5 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz bei.

 

Poker und Sportwetten konnten ebenfalls ein Umsatzwachstum feiern, während Wetten auf Pferderennen seit sechs Jahren mit sinkender Einsatzfreude seitens der Spieler zu kämpfen haben.

 

6,5 Milliarden Glücksspielumsatz am Strip

Die Berichte der Behörden bescheinigen den Casinos am Las Vegas Strip einen Umsatz von 6,5 Milliarden US-Dollar für 2017. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,3 %. Anders verhält es sich bei den Häusern in Downtown Vegas, die zwar auch ein Plus verbuchen konnten, sich aber in wesentlich niedrigeren Sphären bewegen, was den Gesamtbetrag betrifft.

 

Insgesamt 631,3 Millionen Dollar wurden in Downtown Las Vegas vergangenes Jahr umgesetzt. Mit einem Anstieg von 11,8 % handelt es sich dabei zwar um einen wesentlich größeren Sprung, doch die Häuser am Strip sind ein weitaus größerer Touristen- und Spielermagnet als die verhältnismäßig weniger bekannten Spielstätten abseits der Flaniermeile.

 

Massaker von Las Vegas lässt Touristenzahlen sinken

Festivalbesucher fliehen vor den Schüssen

Besucher fliehen vor den Schüssen (Bild: stern.de)

Das Umsatzplus sowohl am Strip als auch Downtown rund um die Fremont Street kommt angesichts der sinkenden Besucherzahlen als umso größere Überraschung. Laut Angaben der Las Vegas Convention and Visitors Authority haben letztes Jahr 42,4 Millionen Menschen das Casinoparadies besucht. Dies entspricht einem Rückgang von 1,7 % im Vergleich zu 2016.

 

Als Grund für das Minus vermuten die Behörden den Amoklauf von Stephen Paddock in der Nacht des 1. Oktobers 2017. Bei einem Musikfestival hatte der 64-Jährige mit Schusswaffen 58 Menschen und später sich selbst getötet. Mitverantwortlich seien außerdem die Renovierungsarbeiten in vielen Hotels, wodurch weniger Zimmer für Besucher zur Verfügung gestanden hätten.

 

Dank Marihuana-Verkauf Steuerplus in Millionenhöhe

Nachdem der Bundesstaat Nevada im Sommer 2017 offiziell den Verkauf von Cannabisprodukten erlaubt und im Zuge dessen sogar der erste Drive-Thru für Joints in Las Vegas eröffnet hat, zieht der Fiskus nun Bilanz.

 

Von den umgesetzten 195 Millionen Dollar der Marihuana-Unternehmer erreichten den Staat im zweiten Halbjahr 2017 ganze 30 Millionen Dollar in Steuern. Dabei trägt vor allem Las Vegas mit seinen vielen Touristen zum Umsatzboom bei. Am Flughafen der Stadt können Besucher übriggebliebenes Marihuana sogar in speziell dafür bereitgestellten Boxen entsorgen, bevor sie ihren Flug antreten.

 

Die zusätzlichen Einnahmen aus der Cannabisbranche werden vom Staat Nevada unter anderem für Bildung eingesetzt. Auch Suchtaufklärungsprogramme und Hilfseinrichtungen für Jugendliche werden gefördert. Angesichts der ersten Zahlen aus Nevada beraten zudem immer mehr US-Bundesstaaten über eine Legalisierung von Marihuana, um ihr Haushaltsloch zu stopfen.

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