, 11.08.2021

Die Veranstalter der World Series of Poker (WSOP) 2021 haben diese Woche die Regularien für die Teilnahme an der Turnierserie im Rio All-Suite Hotel & Casino in Las Vegas veröffentlicht. Da COVID-19 immer noch ein Risiko darstelle, enthält das Regelwerk [Seite auf Englisch] Angaben zur Vorgehensweise, wenn der Verdacht einer Infektion bestehen sollte.

 

Allerdings sorgt derzeit der Abschnitt 115 der Vorgaben, der die Disqualifizierung der Spieler betrifft, für kontroverse Diskussionen in der Community. So könnten sowohl die Mitarbeiter der WSOP als auch die Angestellten des Rio nach eigenem Ermessen Spieler von der Teilnahme am Turnier ausschließen.

 

Genau heißt es in der Regel 115:

In Übereinstimmung mit den von den Centers for Disease Control veröffentlichten Richtlinien behält sich [Rio] das Recht vor, jeden Teilnehmer vor oder während des WSOP-Events nach eigenem Ermessen aus gesundheitlichen oder sicherheitsrelevanten Gründen […] zu entfernen.

Diese Maßnahme komme zur Anwendung, wenn ein positives COVID-19-Testergebnis vorliege oder ein Teilnehmer sich mehr als 15 Minuten in unmittelbarer Nähe zu einer Person befunden habe, die positiv getestet worden sei.

 

Zudem könne es zum Ausschluss der Teilnahme an der WSOP kommen, wenn ein Teilnehmer sich weigere, sich einer erforderlichen Gesundheits- oder Sicherheitsuntersuchung zu unterziehen.

 

Sollte es zu einer Disqualifizierung kommen, habe der Teilnehmer keinen Anspruch auf Schadenersatz. Dies gelte auch, wenn das Turnier sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befinde und ein Spieler, der zu den Chipleadern gehöre, zuvor unwissentlich Kontakt mit einer infizierten Person gehabt habe. Es bestehe sogar die Möglichkeit, dass Events verschoben oder abgesagt würden.

 

WSOP-Regelwerk stößt auf wenig Begeisterung

Die neuen Regeln der WSOP 2021 könnten für einiges Chaos sorgen, da die Umsetzung sich problematisch gestalten dürfte. Ohne einen geeigneten Test könne es schwer werden, infizierte Personen überhaupt zu erkennen.

 

Zudem sei es so gut wie unmöglich zu verfolgen, wer sich länger als eine Viertelstunde in unmittelbarer Nähe einer Person aufgehalten habe, die mit COVID infiziert sei, argumentierten einige Spieler.

 

Weiterhin befürchten einige Spieler, dass bereits ein leichter Husten oder ein Räuspern zur Disqualifizierung führen könne. So twitterte der User PokerProErik:

Die Leute haben im Moment sogar Angst, einfach im Flugzeug zu husten, weil sie denken, die anderen Passagiere würden sie durch den Notausgang aus dem Flugzeug werfen.

Americas Cardroom-Botschafterin Vanessa Kade kommentierte, dass die Regeln zugunsten der Geimpften angepasst werden sollten. Diesbezüglich gibt es derzeit anhaltende Streitigkeiten. Wie das Problem am Ende gelöst wird, ist noch nicht klar.

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