, 05.03.2015

Little River Band of Ottawa Indians

Der Little River Stamm der Indianer in Ottawa ist am Casinogeschäft beteiligt (Bildquelle: Wikimedia.org)

Sieben Monate, nachdem MGM Resorts International die Baurechte für ihr 1,2 Milliarden Dollar teures Casino in National Harbor sichern konnten, gibt der Casino-Betreiber nun bekannt, dass das Casino planmäßig 2016 seine Tore öffnen wird.

Fortschritt trotz schlechter Baubedingungen

Die Bedingungen für den Bau waren denkbar schlecht. Das Wetter war sehr nass, die Temperaturen so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Trotzdem konnte MGM die Arbeiten an den Fundamenten fast vollständig abschließen und liegt trotz einiger Verzögerungen noch immer gut im Zeitplan. MGM National Harbor Präsident und CEO Lorenzo Creighton erklärte gegenüber der Washington Post, dass das Wetter den Zeitplan zwar behindert, aber kaum verzögert habe.

Sobald die Fundamente des über 90.000 Quadratmeter großen Areals fertiggestellt sind, wird MGM mit Hochdruck mit dem Bau der Gebäude und der restlichen Anlagen beginnen. Mehr als eintausend Arbeiter werden rund um die Uhr arbeiten, damit das Casino in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2016 fertiggestellt werden kann.

Dringend benötigte Arbeitsplätze

Die MGM Leitung erklärte gegenüber der Washington Post, dass im Zuge der Casino Eröffnung mehr als 4.000 Arbeitsplätze verschiedenster Art ausgeschrieben werden würden. Das Etablissement wird unzählige Arbeitsplätze schaffen, wenn die Hotels, Restaurants, Einzelhandelsläden, Entertainment-Center und natürlich das Casino selbst ihren Betrieb aufnehmen und die Gäste die Zimmer, Kinosäle und Casinoflure bevölkern.

Die Arbeitsplätze, die MGM hier erschafft, sind lange nicht alle auf den Casinobetrieb beschränkt.

„Wenn Leute an Casinos denken, dann denken sie hauptsächlich an Croupiers, Bartender und Servicepersonal, aber tatsächlich kommen siebzig Prozent unserer Einnahmen aus Quellen, die nichts mit dem Glücksspiel zu tun haben“, erklärte MGM Sprecher Gordon M. Absher, „Das heißt: Ja, wir werden ein Casino eröffnen und brauchen daher natürlich auch Croupiers, aber in erster Linie werden wir Köche, Hotelfachkräfte, Buchhalter Aufsichtspersonal, Angestellte für den Wellness-Bereich und Verkaufsleiter brauchen.“

Ureinwohner aus Ottawa planen ebenfalls ein weiteres Casino

Nicht weit entfernt, in Michigan, plant derweil der Little River Stamm der Ottawa Indianer, die bereits das Manistee’s Little River Casino Resort betreiben, ein weiteres Casino Project ins Leben zu rufen. Die Zeitung „The Republic“ berichtete, dass der Stamm die entsprechen Anträge für eine alte Pferderennbahn beim Bureau of Indian Affairs eingereicht haben soll. Es sollen Ländereien von über 240.000 Quadratmetern beliehen werden, um das 180 Millionen Dollar teure Projekt zu finanzieren. Das Casino-Etablissement soll die lokale Wirtschaft ankurbeln und helfen, die Dienstleistungen der Ottawa- Stammesregierung zu verbessern. Das Casino-Geschäft gehört zu den lukrativsten Einnahmequellen für viele Ureinwohner in den USA.

220 Zimmer für Casinogäste

Das Projekt hat nicht die Größe des MGM Resorts, kann sich aber dennoch sehen lassen. Der Little River Stamm ist bereits im Besitz des Landes, auf dem das Casino entstehen soll. Die Ottawa Indianer kauften den Great Lakes Downs Racetrack in der Fruitport Township im Muskegon County, 30 Meilen Nordwest von Grand Rapids, im Jahr 2008, ein Jahr, nachdem die Pferderennbahn geschlossen wurde. Hier soll in naher Zukunft ein 220 Zimmer großes Hotel entstehen, an das ein Casino, Entertainment- und Restaurantkomplex angeschlossen werden soll.

Das Casino in Fruitport wird mit Sicherheit nicht fertiggestellt sein, bevor das MGM Resort Maryland seine Pforten öffnet – aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.