, 22.02.2020

Glücksspiel am Arbeitsplatz kann zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Leistungen des Arbeitnehmers und damit auch auf die Performance der Unternehmen haben.

 

Das Nachrichtenmagazin HR news [Seite auf Englisch] befasste sich in der vergangenen Woche mit der Frage, ob Arbeitgeber in Großbritannien mit ihren Angestellten vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich von Glücksspielaktivitäten am Arbeitsplatz abschließen sollten.

 

Hintergrund sei, dass Arbeitgeber durch spielsüchtige Angestellte enorme Beträge verloren hätten. Aus diesem Grunde hätten zahlreiche Unternehmen sich gezwungen gefühlt, diese neue Maßnahme einzuführen.

 

Zwanghaftes Spielen am Arbeitsplatz: ein schwerwiegendes Problem

Arbeitnehmer mit problematischem Spielverhalten können den Unternehmen, für die sie tätig sind, große Schäden zufügen. Betroffene Spieler verringern ihre Arbeitsleistung, da sie mehr Energie in ihr Spiel investieren und sich nur schwer auf ihre Arbeit konzentrieren können.

 

Das führt nicht nur zu Fehlern, sondern auch zu Verzögerungen der Arbeitsprozesse und Gewinnverlust für die Unternehmen, möglicherweise sogar zu Unterschlagung oder Diebstahl.

Erst kürzlich wurde der Fall einer Frau aus Nordirland bekannt, die zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wurde, weil sie ihrem Arbeitgeber 600.000 GBP gestohlen haben soll, um ihre Spielleidenschaft zu finanzieren.

 

Allerdings sind auch die Unternehmer selbst von den Verlockungen des Glücksspiels nicht immer gefeit. So wurde im vergangenen Monat die Vorsitzende eines britischen Unternehmens zu einer 20-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt, weil sie Rechnungen gefälscht hatte, um Rückzahlungen der Mehrwertsteuer zu erhalten.

Was kann der Arbeitgeber tun?

Laut Gesetzgebung ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Allein um die Sorgfaltspflicht erfüllen zu können, sollte ein Arbeitgeber die Möglichkeiten für Glücksspiele am Arbeitsplatz so weit wie möglich beseitigen, etwa indem entsprechende Sperrsoftware in die PCs der Mitarbeiter installiert wird.

 

Eine weitere Maßnahme sind das Glücksspiel betreffende Richtlinien, die jeder Arbeitnehmer einzuhalten hat. Nichteinhaltung könnte dann eine Abmahnung oder den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge haben. Richtlinien könnten dazu beitragen, das Problem mit dem pathologischen Glücksspiel einzuschränken.

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