, 09.09.2021

Die Staatsministerin für Digitalisierung und stellvertretende Parteivorsitzende der CSU, Dorothee Bär, hat im Rahmen des fünften #gamechanger-Talks erklärt, Deutschland zum Games-Standort Nummer 1 machen zu wollen. Dies gab game – Verband der deutschen Games-Branche am Mittwoch in einem Pressebericht bekannt.

 

Bär bezog sich bei ihrem Statement auf das diese Woche veröffentlichte Positionspapier der CDU, in dem das Ziel erklärt wird, Games als „Treiber für Innovation“ zu stärken:

[…] Die Games-Branche ist Treiber für kulturelle und technische Innovation etwa in den Bereichen Grafikverarbeitung, 3D-Modellierung, Filmwirtschaft, Architektur und Bauen, Bildung und Gesundheit. Wir wollen die Branche dabei unterstützen, Deutschland als Leitmarkt für Computerspiele zu etablieren. Dazu gehört auch, dass wir Gaming vollständig als moderne Sportart anerkennen.

Wird E-Sport endlich als gemeinnützig anerkannt?

Weitere Ziele, die Bär im Auge habe, sei die Gewinnung von mehr Frauen in der Games-Branche. Auch sei die Staatsministerin optimistisch, was die Frage der Anerkennung des E-Sports als gemeinnützig betreffe.

 

Games hätten während der Corona-Pandemie für gesellschaftlichen Zusammenhalt gesorgt. Zudem transportiere der digitale Wettkampf für Millionen Deutsche wichtige Werte wie Teamplay und Fairness. Daher könne den Vereinen die Gemeinnützigkeit nicht länger verweigert werden.

Innovation im Games-Bereich parteiintern ausgebremst

 

Das Versprechen, dem E-Sport den Gemeinnützigkeits-Status zuzuerkennen, ist keineswegs neu. Bereits im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD von 2018 war eine dementsprechende Zusage enthalten.

 

Bär sagte allerdings, dass sie in ihrem Vorhaben, das Versprechen umzusetzen, parteiintern ausgebremst worden sei. In der nächsten Legislatur werde es einen erneuten Versuch geben, zumal die Schlüsselpositionen, vor allem im Innenministerium, neu besetzt werden sollen.

Es wurde bereits viel erreicht

Zu Gast bei dem rund einstündigen Talk auf Twitch war auch Ralf Wirsing, Managing Director von Ubisoft Deutschland und Vorstandsvorsitzender von game. Wirsing äußerte sich in Bezug auf die staatliche Förderung und die gesellschaftliche Stellung, die Video-Games einnähmen:

Die Zusammenarbeit mit unseren politischen Partnern war in den letzten Jahren sehr gut. Wir haben viel erreicht. Spiele sind angekommen in der Mitte. Wir sind Kulturgut, wir sind Innovations-, Ideen- und Kreativitätstreiber.

Allerdings müsse im Bereich der Förderung noch mehr getan werden. Das bedeute, dass nicht nur kleine Start-ups Förderung benötigten, sondern auch große Projekte mit internationaler Relevanz. Das habe eine Attraktivität des Standorts zur Folge und dann sei auch der Nachwuchs interessierter an der Mitarbeit in der Gaming-Branche.