, 07.04.2021

Die Electronic Entertainment Expo (E3) wird vom 12. bis 15. Juni stattfinden, allerdings nicht live in Los Angeles, sondern aufgrund der COVID-19-Restriktionen rein digital. Dies gab die Entertainment Software Association (ESA) am Dienstag in einer Pressemitteilung [Seite auf Englisch] bekannt.

 

Die Entwickler sollen die Möglichkeit erhalten, den Fans auf der ganzen Welt ihre neusten Spiele vorzustellen und Kontakte zu anderen Herstellern und Medien zu knüpfen. Die digitalen Inhalte der E3 sollen kostenlos verfügbar sein.

 

Namhafte Tech-Konzerne wie Nintendo, Xbox, Capcom, Konami, Ubisoft, Take-Two Interactive, Warner Bros. Games und Koch Media haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Allerdings sollen EA, Activision Blizzard und Sony in diesem Jahr nicht dabei sein.

 

Der Präsident und CEO der ESA, Stanley Pierre-Louis, kommentiert:

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die E3 der wichtigste Ort, um das Beste zu präsentieren, was die Videospielbranche zu bieten hat, und gleichzeitig die Welt durch Spiele zu vereinen. Wir entwickeln die diesjährige E3 zu einem umfassenderen Event, werden aber dennoch versuchen, die Fans mit wichtigen Enthüllungen und Insider-Möglichkeiten zu begeistern, die dieses Event zur unverzichtbaren Bühne für Videospiele machen.

Kehrt die E3 zu ihrem alten Glanz zurück?

Mit der Verlagerung der E3 in den virtuellen Raum folgen die Veranstalter dem Beispiel der Gamescom 2020 in Köln. Diese fand letztes Jahr ebenfalls ausschließlich online statt und soll im August 2021 als Hybrid-Event zumindest teilweise als Live-Veranstaltung zurückkehren.

 

Doch während sich die Gamescom in Deutschland einer wachsenden Popularität erfreut, was die jährlich steigenden Besucherzahlen belegen, schien die E3 in LA in den letzten Jahren an Glanz verloren zu haben.

Die E3 fand im Jahre 1995 zum ersten Mal statt und gilt seitdem als eine der wichtigsten Messen für die Präsentation der neusten Entwicklungen aus dem Gaming-Bereich.

 

So wurden auf der E3 zum ersten Mal Spieleklassiker wie Halo 2 sowie die Konsolen PlayStation 4 und Nintendo Wii vorgestellt, die sich zu den größten Erfolgen der Branche entwickelten.

Zu den Gründen für das sinkende Interesse könnten möglicherweise negative Ereignisse wie das Datenleck bei der E3 2019 gehören. Hierbei wurden über 2.000 Datensätze von Analysten und Journalisten von der Webseite heruntergeladen. Betroffen sollen unter anderem Mitarbeiter des chinesischen Tech-Giganten Tencent und Analysten von Wedbush und Goldman Sachs gewesen sein.

 

Medienberichten zufolge hätten die Veranstalter die Webseite sofort geschlossen und den Schaden behoben. Dennoch sollen auf YouTube bereits einige Videos veröffentlicht worden sein, die unter anderem auch persönliche Daten deutscher Online-Magazine und Journalisten offenlegten.

 

Im Corona-Jahr 2020 musste die Spielemesse gänzlich abgesagt werden. Es wird sich nun zeigen, ob die virtuelle Ausgabe der E3 2021 an Erfolge aus den letzten Jahren anknüpfen kann.