, 01.06.2020

Angehörige der E-Sport und Gaming-Communities haben sich in Reaktion auf die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA zu Wort gemeldet.

 

Die Proteste folgten auf den Tod des 46-jährigen Afro-Amerikaners George Floyd, der am 25. Mai in Minneapolis bei einer Festnahme ums Leben gekommen war. In der Folge war es zu heftigen Protesten in zahlreichen Städten des Landes gekommen.

Ein weißer Polizeibeamter hatte acht Minuten lang auf dem Nacken des am Boden liegenden Floyds gekniet, wodurch dieser keine Luft mehr bekam und erstickte. Zur Festnahme war es gekommen, nachdem die Polizei wegen des Verdachts auf Fälschung ermittelt hatte.

Solidarität aus der Gaming- und E-Sport-Szene

 

Angehörige der Gaming- und E-Sport-Communities zeigten sich erschüttert angesichts der Vorkommnisse. Bekannte Größen wie Tyler „Ninja“ Blevins, KEEMSTAR und E-Sport-Host Malik Forté sowie das professionelle Team der Call of Duty League „Minnesota ROKKR“ meldeten sich per Twitter zu Wort und bekundeten ihre Solidarität mit den Protesten.

 

Auch der Streaming-Dienst Twitch [Seite auf Englisch] sprach sich gegen Rassismus aus und begründet seine Unterstützung der Proteste in einer Twitter-Meldung:

Schwarze Menschen haben schon viel zu lange unter dem unterdrückenden Gewicht des Rassismus in Amerika gelitten. Wir können uns nicht über die kreativen Beiträge der Black Community auf Twitch freuen und stumm bleiben, während sie leiden.

Gewalt und Plünderungen

 

Medienberichten zufolge seien die zunächst friedlichen Proteste vielerorts in Gewalt umgeschlagen und es sei zu Plünderungen gekommen. Auch in der Glücksspiel-Metropole Las Vegas sei es zu Protesten gekommen.

 

3.000 bis 4.000 Menschen hätten allein am Samstag an den Demonstrationen teilgenommen. Die Polizei in Las Vegas habe in der vierten Protestnacht in Folge Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt, um die Proteste aufzulösen. 103 Menschen seien festgenommen, 11 Polizisten verletzt worden.

 

Viele Vertreter der Gaming- und E-Sport-Szene verurteilten die Gewalttaten. Der frühere CS:GO-Spieler Mohan „Launders“ Govindasamy nannte die Aktionen „beschämend“: Das Eigentum unbeteiligter Menschen und Familiengeschäfte sei durch die Taten zerstört worden.

 

Malik Forté hingegen schrieb, er habe in seiner Jugend Ähnliches erlebt. Er sehe die Polizei in der Schuld dafür, dass die friedlichen Proteste in Gewalt umgeschlagen seien.