, 28.10.2021

Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) hat einen 5-Punkte-Plan für den E-Sport-Standort Deutschland erstellt. Wie die Vereinigung in ihrer gestrigen Pressemitteilung erläutert, hoffe sie, dass die neue Bundesregierung sich für die Branche einsetze und die einzelnen Parteien damit vor der Wahl geäußerte Versprechen einhielten.

 

Anerkennung der Gemeinnützigkeit erwartet

Der ESBD erwarte, dass der E-Sport ebenso wie andere Sportarten in Deutschland als gemeinnützig anerkannt werde. Sollte sich tatsächlich eine Ampelkoalition bilden, dann sollte die Anerkennung „sehr schnell gehen“. Schließlich hätten SPD, FDP und Grüne diese allesamt in ihren Wahlprogrammen versprochen.

 

Die neue Bundesregierung sollte sich darüber hinaus aktiv einbringen und gemeinsam mit Stakeholdern aus der Branche, der Wissenschaft, der Industrie und der Zivilgesellschaft eine „gemeinsame und langfristige E-Sport-Strategie“ entwickeln.

 

Diese solle zum Ziel haben, dem E-Sport in Deutschland zu nachhaltigem Wachstum zu verhelfen. Entsprechende Maßnahmen und Zuständigkeiten müssten darin genau definiert werden. ESBD-Präsident Daniel Luther kommentiert:

In der kommenden Legislaturperiode muss der E-Sport aktiv von der Politik mitgestaltet werden. Der E-Sport-Standort Deutschland hat sehr viele Potenziale, die es zu heben gilt. Die Versäumnisse der vergangenen Jahre dürfen sich nicht wiederholen.

Mit dem entsprechenden Engagement könne die neue Bundesregierung daher nicht nur „Steine aus dem Weg räumen“, sondern auch „gezielt positive Rahmenbedingungen“ für die Zukunft des E-Sports in Deutschland schaffen.

 

E-Sport benötigt Projekte und Forschung

Die dritte Erwartung des ESBD bezieht sich auf den Bereich Forschung. Mit der entsprechenden Förderung durch den Bund könne Deutschland zu einem Vorreiter in puncto E-Sport-Forschung werden. Der Verband erhoffe sich daher eine breite Palette von Forschungsprojekten.

 

Wichtig sei darüber hinaus eine allgemeine Versachlichung der E-Sport-Diskussion in Deutschland. Vor allem Experten mit speziellen Qualifikationen innerhalb der Branche sollten vermehrt zu Wort kommen. Luther erklärt:

Es gibt einen wachsenden Pool an Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, um gleichermaßen Chancen und Herausforderungen des E-Sports zu diskutieren. Im politischen Prozess sollte mehr Wert auf qualifizierte und neutrale Sachverständige gelegt werden.

Der fünfte Punkt des ESBD-Plans hingegen betrifft internationale Kooperation im E-Sport. Der Verband appelliert an die Regierung, den kulturellen Austausch in dieser Hinsicht aktiv zu fördern.

 

Vor allem aber könne Deutschland davon profitieren, Standort internationaler E-Sport-Events zu werden. Politische Entscheidungsträger könnten diese eröffnen und eine Schirmherrschaft übernehmen, so der ESBD.

Ob die neue Regierung tatsächlich ihre E-Sport-Versprechen einhalten und den 5-Punkte-Plan des Verbandes umsetzen wird, bleibt zunächst abzuwarten.