, 08.05.2021

Der Verband europäischer Lotterien, European Lotteries (EL), beteiligt sich an einem neuen Projekt zur Förderung von psychischer Gesundheit und Inklusion im Sport, dem „SPIRIT-Projekt“ [Seite auf Englisch]. Wie die EL am Mittwoch berichtet hat, solle das Projekt dabei helfen, die Welt des Sports „humaner, inklusiver und bestärkender“ zu machen.

 

„SPIRIT“ sei dabei nicht nur das englische Wort für Geist/Seele, sondern auch ein Akronym für Sport und Psychosoziale Initiative für Inklusives Training. Ins Leben gerufen worden sei die Initiative von der ENGSO, einer europäischen NGO mit Sitz in Schweden.

 

Das Projekt ziele vor allem darauf ab, das Coaching in verschiedenen Sportarten zu verbessern. Einige gängige Praktiken im Sport, die dem heutigen Wissenschaftsstand zufolge die Psyche von Sportlern negativ beeinflussen könnten, sollen dabei offen in Frage gestellt und möglicherweise abgeschafft werden.

Wie die EL erklärt, beträfen psychische Erkrankungen mittlerweile gut ein Viertel der Weltbevölkerung und zählten damit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Sport sei jedoch ein effizientes Mittel, um psychische Gesundheit zu fördern.

 

Diese Annahme unterstützen auch zahlreiche Studien aus verschiedenen Ländern. Eine Studie der MSH Medical School Hamburg aus dem Jahr 2020 hat ergeben, dass Personen, die pro Woche 150 Stunden moderat bis intensiv Sport betrieben, deutlich seltener an psychischen Erkrankungen litten.

 

Eine 2019 im Journal of Science & Medicine veröffentlichte Studie aus den USA hat zudem gezeigt, dass Mannschaftssport im Vergleich zu Individualsport sogar einen noch positiveren Effekt auf die psychische Gesundheit haben könne.

Das SPIRIT-Projekt soll Trainern und Coaches Alternativen zur Hand geben, wie Sportler auf „humanere“ Weise trainiert und im besten Falle gleichzeitig psychisch gestärkt werden könnten. Dadurch solle der Sport langfristig automatisch inklusiver werden.

 

Empfehlungen und Übungen für Trainer

Im Rahmen des Projektes würden neue Methoden und Maßnahmen sowie deren praktische Umsetzung in Sportclubs erforscht. Jene Praktiken, die sich dabei als gesundheitsfördernd erwiesen, würden zusammengefasst und als Empfehlungen an Vereine gegeben. Zur einfacheren Vermittlung sollen auch Online-Lehr- und Übungsmodule für Trainer erstellt werden.

 

Die EL sei erfreut, das Projekt zu unterstützen und damit etwas für das psychische Wohlbefinden von Sportlern in Europa tun zu können. Sport-Sekretär Alvise Angelini, der die EL im Rahmen des Projektes repräsentiert, sagt:

Das SPIRIT-Projekt ist eine enorm wichtige Initiative, um vulnerable Individuen zu unterstützen und zu bestärken, die jeden Tag mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Die EL ist stolz, ein Unterstützer und Partner zu sein und wird sich weiterhin für verantwortungsvolle Sportpraktiken aussprechen.

Die EL hoffe, dass so besonders risikobehaftete Personengruppen auf der ganzen Welt geschützt und durch die Teilnahme am Sport gestärkt werden könnten, heißt es weiter. Der Verband freue sich auf eine weitere enge Zusammenarbeit mit der ENGSO und den anderen Partnern, die sich für das Projekt engagierten.