, 13.09.2020

Eine auf die Bekämpfung von sexualisiertem Menschenhandel spezialisierte Sondereinheit der Polizei von Las Vegas hat Anfang des Monats eine 34-jährige Frau aus Kalifornien im MGM Hotel & Casino festgenommen. Kristian Taufa wird unter anderem vorgeworfen, eine Minderjährige zum Sex gegen Geld angeboten zu haben.

 

Kontaktaufnahme im Casino

 

Wie das Las Vegas Review-Journal [Seite auf Englisch] berichtet, sei Taufa am 1. September in einem Hotelzimmer des MGM Grand festgenommen worden. Zuvor soll sie versucht haben, einen Mann mit Waffengewalt zur Herausgabe von Bargeld zu zwingen. Der Polizei gegenüber habe das mutmaßliche Opfer geschildert, was sich im Vorfeld ereignet habe.

 

So sei der Mann in den frühen Morgenstunden im Casino des MGM von Taufa und einer jungen Frau angesprochen worden. Letztere habe sich zum Sex gegen Bezahlung angeboten, was er abgelehnt habe. Nichtsdestotrotz sei er weiter im Gespräch mit den Frauen geblieben. Aus nicht näher genannten Gründen habe ihn die Frau später auf sein Zimmer begleitet.

 

Hier habe sie begonnen, sich ihm sexuell zu nähern. Kurz darauf sei ihm ein „seltsames“ Verhalten an der Frau aufgefallen. Laut Bericht habe er ab diesem Zeitpunkt vermutet, in eine Falle gelockt worden zu sein. Nur Minuten später seien Kristian Taufa und der ebenfalls festgenommene Joseph Rowe ins Zimmer gestürmt. Rowe habe ihm eine Waffe an den Kopf gehalten und Geld von ihm verlangt.

 

Überfall oder Streit um Bezahlung?

 

Aufgelöst worden, so das Review Journal, sei die Situation vom Sicherheitspersonal des MGM. Alle vier Anwesenden seien festgenommen worden. Bei der Überprüfung habe sich dann herausgestellt, dass es sich bei der mutmaßlichen Prostituierten um eine Minderjährige gehandelt habe.

In Nevada ist die Ausübung von Prostitution ausschließlich in lizenzierten Bordellen erlaubt. Derzeit sollen rund 300 Prostituierte in ca. 30 Betrieben beschäftigt sein. Insbesondere in der Vergnügungsmetropole Las Vegas blüht jedoch das Geschäft mit der illegalen Prostitution.

Bei einer späteren Befragung habe die junge Frau zugegeben, der Prostitution nachzugehen, jedoch bestritten, von Taufa und Rowe hierzu gezwungen zu werden. In einer in ihrem Handy gefundenen Nachricht habe sie sich just vor der Tat darüber beschwert, „nicht bezahlt“ zu werden.

 

Kristian Taufa wird sich unter anderem wegen Sexhandels mit einem Kind unter 18 Jahren, Einbruchs unter Mitführung einer Schusswaffe und versuchtem Raub vor Gericht verantworten müssen. Eine erste Voranhörung soll am 22. September stattfinden.

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