, 05.02.2020

In mehreren Spielhallen und Cafés in Siegburg und Sankt Augustin nahe Bonn soll über Monate mit illegalen Drogen gehandelt worden sein. Nun verkündeten die Ermittler den Durchbruch: Bei Razzien in Wohn- und Geschäftsräumen seien Ende vergangener Woche Bargeld, Betäubungsmittel und Waffen gefunden worden. Fünf Verdächtige wurden festgenommen.

 

Monatelange Ermittlungen im Spielhallen-Umfeld

 

Wie die Staatsanwaltschaft Bonn und die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgeben, gelang ihnen nach monatelangen Ermittlungen im Spielhallen-Umfeld ein Erfolg.

Derzeit geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen verstärkt auch gegen illegale Aktivitäten im Spielhallen-Milieu vor. Hintergrund ist unter anderem eine von Ministerpräsident Laschet ausgerufene „Politik der vielen Nadelstiche“, die die organisierte Kriminalität unter Clanmitgliedern aufbrechen soll.

Am Freitag hatten die Behörden zeitgleich mehrere Spielhallen, Cafés und Wohnungen in Siegburg und Sankt Augustin durchsucht. Der Zugriff erfolgte mit Unterstützung des SEK Köln, da sich im Vorfeld der Verdacht erhärtet hatte, dass die Verdächtigen im Besitz von Schusswaffen seien. Tatsächlich konnten bei den Razzien eine scharfe Pistole und zwei Gaspistolen sichergestellt werden.

 

Nötig geworden war die Aktion offiziellen Angaben zufolge, weil sich seit dem vergangenen August Hinweise darauf gemehrt hätten, dass in mehreren Spielhallen und Gastronomieeinrichtungen im Rhein-Sieg-Kreis „in nicht geringem Umgang“ mit illegalen Drogen gehandelt werde.

 

Zugriff durch die „EG Magic“

 

Die zuständigen Behörden hätten daraufhin eine Ermittlungsgruppe (EG) namens „Magic“ eingerichtet. In den Fokus der EG Magic seien fünf Personen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren gerückt. In den frühen Morgenstunden des 31.01. folgte dann der Zugriff. Hierbei stellten die Beamten neben den erwähnten Waffen auch weiteres belastendes Material sicher:

Mehrere Wohnungen, Cafes und Spielhallen in Siegburg und Sankt Augustin durchsuchten die Ermittler und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher. Darunter (…) mehr als 240 Verkaufseinheiten Kokain, rund 1kg Marihuana und mehr als 50.000,- Euro mutmaßliches Drogengeld.

Bei den fünf verdächtigen Festgenommenen handelt es sich um zwei Männer im Alter von 50 und 25 Jahren und drei Frauen zwischen 34 und 48. Der jüngere der Männer, die beide aus Siegburg stammen, soll bereits mit Gewaltdelikten auffällig geworden sein. Die mutmaßlichen Komplizinnen seien Georgierinnen, die unter falscher Identität bzw. unangemeldet in Siegburg lebten.

 

Alle Verdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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