, 19.01.2021

Der britische Fußballer Kieran Trippier bleibt wegen Verstößen gegen die Wettregeln des englischen Fußballverbands FA für zehn Wochen gesperrt. Dies hat die FIFA am Montag in einem offiziellen Statement bekanntgegeben. Die Sperre war zuletzt ausgesetzt worden, nachdem Trippiers Verein Atlético Madrid Einspruch gegen die bereits im Dezember verhängte Sanktion eingelegt hatte.

 

„Berufung zurückgewiesen“

 

Nach einer zeitweisen Aussetzung der Sperre des Verteidigers Kieran Trippier hat die FIFA [Seite auf Englisch] die ursprüngliche Entscheidung der englischen FA nun bestätigt. Auf seiner Webseite erklärt der Fußball-Weltverband:

Die FIFA-Berufungskommission hat den Einspruch des Vereins Atletico Madrid in einem Fall gegen den Spieler Kieran Trippier zurückgewiesen. Infolgedessen wird die am 23. Dezember 2020 verabschiedete Entscheidung der FIFA-Disziplinarkommission bestätigt, mit der die vom englischen Verband gegen den Spieler verhängten Sanktionen weltweit Geltung erhalten.

Damit muss Trippier bis Anfang März auf der Bank sitzen. Er verpasst somit sowohl sieben LaLiga-Spiele als auch die Champions-League-Begegnung Atlético gegen Chelsea am 23. Februar.

 

Fortsetzung in der nächsten Instanz?

 

Am 23. Dezember hatte die FA eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 77.500 Euro gegen Kieran Trippier verhängt und ihn für zehn Wochen vom Platz verbannt. Hintergrund waren Insider-Tipps, die der Verteidiger Freunden vor seinem Wechsel von Tottenham zum spanischen Hauptstadt-Klub im Sommer 2019 gegeben haben soll.

 

Medienangaben zufolge soll Trippier das ursprüngliche Urteil akzeptiert haben. Nicht so jedoch sein Verein. Atlético-Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín hatte die Strafe umgehend als „unverhältnismäßig und ungerecht“ bezeichnet und den Fall vor das Berufungsgericht der FIFA gebracht.

Trippiers Hinweise, die unter anderem durch belastende Textnachrichten belegt wurden, hatten es Bekannten des Fußballers ermöglicht, Wetten auf den bis dato nicht bestätigten 22-Mio.-Transfer abzuschließen. Der Kicker hatte die Vorwürfe dementiert und darauf bestanden, dass es sich bei seinen Aussagen lediglich um „Witzeleien“ gehandelt habe.

Dieses hatte am 2. Januar entschieden, die Strafe bis zur Klärung der Angelegenheit auszusetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verteidiger zwei LaLiga-Spiele verpasst. Am 12. Januar hatte Trippier dann erneut auf dem Platz gestanden und entscheidenden Anteil am 2:0-Sieg gegen Sevilla gehabt.

 

Auf den positiven Einfluss Trippiers auf den Spielverlauf will der LaLiga-Tabellenführer Madrid offenbar auch in den kommenden Partien nicht verzichten.

 

Angaben der Sport-Nachrichtenagentur SID zufolge habe der Verein angekündigt, den Internationalen Sportgerichtshof CAS im schweizerischen Lausanne anzurufen. Neben einer erneuten Anfechtung der FA-Entscheidung plane Madrid hier ebenfalls, die weitere Aussetzung der Sperre zu beantragen.