, November 11, 2018

Das Team von Borussia Dortmund setzt seinen Höhenflug fort. In einem ebenso hochklassigen wie spannenden Spiel besiegten sie Bayern München im heimischen Signal Iduna Park mit 3:2. Im Duell der Verfolger aus Mönchengladbach und Bremen gewann Gladbach dank dreier Tore von Alassane Plea mit 3:1.

 

Dortmund siegt knapp gegen Bayern

In Punkto Aufmerksamkeit stellte das Spitzenspiel in Dortmund alle anderen Partien des Spieltags in den Schatten. Die Fans elektrisierte insbesondere die veränderte Rollenverteilung, denn die Bayern fuhren nicht als Favoriten zu den Tabellenführern vom BVB.

 

Marco Reus

Matchwinner Marco Reus (Bild: Wikipedia)

Dabei hatten beide Vereine unter der Woche mit unterschiedlichem Erfolg in der Champions League gespielt. Während Dortmund sang und klanglos mit 0:2 bei Madrid unterging, mühten sich die Münchener auf heimischem Rasen immerhin zu einem glanzlosen 2:0 gegen die Underdogs aus Athen.

 

In Dortmund waren es zunächst die Bayern, die die Initiative ergriffen und in der 26. Minute durch ein Tor von Robert Lewandowski in Führung gingen. Erst kurz nach Wiederbeginn in der zweiten Halbzeit kam der BVB durch einen von Marco Reus verwandelten Foulelfmeter zum Ausgleich.

 

Doch kurz darauf war es wieder Lewandowski, der erneut zu Münchener Führung traf. Dann allerdings drehten die Dortmunder auf und wendeten die Partie durch Tore von Reus und Paco Alacer, sodass Dortmund nun mit sieben Punkten Vorsprung in die Länderspielpause geht. Reus war nach dem Schlusspfiff überglücklich:

Das war ein geiles Spiel. Es hat riesig Spaß gemacht, auf dem Feld zu stehen. Wir haben enorm viel Selbstvertrauen.

Für Münchens Trainer Niko Kovac wird die Luft nach der Niederlage trotz guter Leistung der Mannschaft dünner. Daran dürfte auch das fast sicher erreichte Achtelfinale in der Champions League wenig ändern. In der jetzt anstehenden Pause muss er die Gelegenheit nutzen, sein Team wieder aufzubauen.

 

Gladbach setzt sich im Verfolgerduell durch

Stadion Bremen

Für Werder setzte es erneut eine Niederlage (Bild: Wikipedia)

In Bremen standen sich mit der bis zum Samstag auf Platz 6 stehenden Heimmannschaft und dem bisherigen Tabellenzweiten zwei direkte Mitkonkurrenten um die Bundesligaspitze gegenüber. Hier behielt die Borussia dank eines bestens aufgelegten Alassane Plea mit 3:1 die Oberhand.

 

Der Gladbach-Spieler erzielte alle drei Tore für seine Elf und festigte damit den zweiten Tabellenplatz der Borussen. Für Bremen ist es die dritte Bundesliga-Pleite in Folge. Das Team von der Weser verabschiedete sich damit vorerst von den internationalen Rängen.

 

Heute müssen Schalke 04 und Bayer Leverkusen auswärts in Frankfurt und Leipzig antreten. Für die beiden Teams aus dem Ruhrgebiet geht es darum, nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzurutschen.

 

Nach seinem 2:1 Heimsieg vom Freitag gegen Wolfsburg hat Hannover 96 als 16. aktuell nur einen, beziehungsweise zwei Zähler Rückstand auf die beiden Teams. Dagegen geht es für ihre Gegner aus Leipzig und Frankfurt um einen der begehrten Plätze in der Europa- oder gar der Champions-League.

Bayern bei Buchmachern weiter Favorit
Trotz der unterschiedlichen Tabellenplätze sahen Sportwetten-Fans den FC Bayern vor dem Spiel mit einer Quote von 1:2,1 als Favoriten gegenüber dem BVB, der mit 1:3,0 eingeschätzt wurde. Noch schlechter sahen die Tipper die Chancen auf ein Unentschieden, auf das für einen Euro vier Euro ausbezahlt wurden. Bei dem Favoriten für die Meisterschaft dieser Saison wird München trotz der Niederlage mit Quoten von durchschnittlich 1:1,45 weiter an erster Stelle genannt. Die Dortmunder folgen nach ihrem Sieg mit 1:3,25.

Im Tabellenkeller verschafften sich neben Hannover auch Stuttgart und Schlusslicht Düsseldorf etwas Luft. Beide gewannen ihre Spiele und kamen damit bis auf zwei Punkte an den rettenden 15. Platz, der zurzeit von Nürnberg gehalten wird.

 

2. Liga – HSV und Köln marschieren weiter

In der 2. Bundesliga standen am Samstag die drei Spitzenreiter aus Hamburg und Köln auf dem Platz. Dabei bekamen es der FC St. Pauli und der 1. FC Köln bei Heidenheim und Dresden mit Konkurrenten aus dem direkten Tabellenumfeld zu tun. Während die Kölner ihre Aufgabe mit Bravour meisterten, mussten sich die Kiezkicker zu Hause mit einem 1:1 begnügen.

 

Die furios aufspielenden Kölner fegten Dresden mit 8:1 aus dem Stadion. Überragende Spieler waren die beiden Kölner Stürmer Terodde und Cordoba, die drei, beziehungsweise zwei Treffer zum höchsten Liga-Sieg seit 13 Jahren beisteuerten.

 

Mit ihrem eindrucksvollen Heimsieg konnten die Kölner pünktlich zu Beginn der Karnevalssaison die Verfolger aus Dresden auf Abstand halten. Für die Domstädter waren es die ersten drei Punkte nach zuletzt vier sieglosen Spielen.

 

HSV-Logo

Der HSV liegt im Soll (Bild: Pixabay)

Die Tabellenführer vom Hamburger SV gaben sich bei Erzgebirge Aue keine Blöße und siegten verdient mit 3:1. Für das 1:0 des HSV hat wieder einmal Lasogga gesorgt. Postwendend fiel jedoch der Ausgleich durch Aue und es dauert bis zur 63. Minute, ehe der HSV erneut in Führung ging.

 

HSV-Trainer Hannes Wolf bewies kurz darauf ein glückliches Händchen, als er Jatta einwechselte, der sich nur Minuten später mit dem Treffer zum 3:1 Endstand bedankte. Für die Hamburger war dies der vierte Pflichtspielsieg in Folge.

 

Nach dem 13. Spieltag liegen die Aufstiegsfavoriten HSV und Köln somit voll auf Kurs. Das sehen die Buchmacher ähnlich, die beide Vereine mit Quoten von etwa 1:3,0 mit Abstand als erste Aufstiegsaspiranten nennen.

 

Am Freitag hatten sich im Kellerduell Sandhausen und der MSV Duisburg mit einem Unentschieden getrennt. Der je eine Punkt ist für beide Mannschaften zu wenig, um sich im Abstiegskampf wieder etwas Luft zu verschaffen.

 

Im Spitzenspiel des heutigen Sonntags kämpfen Union Berlin und Greuther Fürth um den Anschluss an die Aufstiegsränge zur Bundesliga, ehe Darmstadt am Montag zum Abschluss des Spieltags in Bochum antritt.