, 16.08.2021

Das Glücksspiel-Unternehmen Gauselmann wird am 1. Oktober die Bührmann Gruppe zu einem nicht genannten Kaufpreis übernehmen. Mit weiteren 35 Spielstätten und etwa 60 Gastro-Betrieben werde Gauselmann seine Präsenz im Norden Deutschlands stärken können. Dies teilte Gauselmann am Freitagnachmittag in einer Presseerklärung mit.

 

Das Familienunternehmen Bührmann setzt sich aus den Firmierungen A+I GmbH, Play Fair Casino GmbH & Co. KG. und der Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. zusammen.

 

Neben dem Betrieb von Casinos ist die Bührmann Gruppe auch in den Geschäftsbereichen Catering, Immobilien, Veranstaltungen und Kühl-Logistik aktiv. Die Gauselmann Gruppe werde den Bereich des gewerblichen Glücksspiels übernehmen.

 

Dies beinhalte die mehrheitliche Übernahme der Gesellschaft Bührmann A+I GmbH sowie den kompletten Aufkauf von Play Fair Casino GmbH & Co. KG und der Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. KG. Auch die Angestellten würden übernommen, teilte Gauselmann mit.

Gauselmann-Imperium wächst

 

Der Glücksspiel-Konzern Gauselmann wächst mit der Akquisition der Bührmann Gruppe weiter. Erst am 20. Juli schloss Gauselmann den Deal zur Übernahme der vier Standorte von WestSpiel in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund-Hohensyburg und Duisburg ab. Die Vereinbarung beinhaltet auch die Option zur Eröffnung von zwei weiteren Spielbanken in Nordrhein-Westfalen.

Abschluss der Übernahme nach zwei Jahren Verhandlung

Fast zwei Jahre hätten die Verhandlungen zur Übernahme gedauert, da sie aufgrund der Corona-Restriktionen mehrmals hätten unterbrochen werden müssen. Daher sei es nun umso erfreulicher, dass ein erfolgreicher Abschluss erreicht worden sei.

 

Insbesondere die Standorte in Bremen seien für die Gauselmann Gruppe ein Gewinn, erklärte der Vorstand der Spielbetriebe Dieter Kuhlmann:

Die Region Bremen kommt uns besonders gelegen, da wir dort 2017 viele Standorte aufgrund von gesetzlichen Restriktionen schließen mussten. Mit dem Zukauf der Spielstätten und den Gastronomie-Standorten, können wir zumindest einen Teil der zuvor verlorenen Standorte wieder ausgleichen

Die Geschäftsführung der Bührmann A+I GmbH werde auch weiterhin Detlev Graß behalten. Graß werde zudem auch künftig seinen Aufgaben als Vorsitzender des Norddeutschen Automatenverbandes nachkommen.

 

Zudem sei die Gauselmann Gruppe auch darüber erfreut, die rund 200 Arbeitsplätze durch den Zukauf sichern zu können, ergänzte Kuhlmann. Ein Integrationsteam des Unternehmens werde nun für den reibungslosen Übergang in die Merkur-Familie sorgen.

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