, 25.05.2021

Ein Rubbellos im Wert von 1 Mio. USD hat nicht nur dem Betreiber eines kleinen Supermarktes im US-Bundesstaat Massachusetts schlaflose Nächte beschert, sondern auch dessen Familie in Indien. Nachdem eine Stammkundin des „Lucky Stop“ die vermeintliche Niete weggeworfen hatte, erkannte der Sohn der Betreiber den eigentlichen Wert des Loses. Es folgten interkontinentale Beratungen zum weiteren Vorgehen. Und eine Entscheidung, mit der nun alle glücklich sind.

 

In der Eile verrubbelt

 

Bereits Ende März hatte der Lotteriebetreiber Massachusetts State Lottery mitgeteilt [Seite auf Englisch], dass Lea Rose Fiega mit einem Diamond-Millions-Los 1 Mio. USD gewonnen hätte.

 

Doch erst jetzt wurde bekannt, wie viel Glück die Frau aus Springfield wirklich hatte. So verdankt sie ihren neuen Reichtum allein den Betreibern des von ihr regelmäßig besuchten „Lucky Stop“.

Ein Diamond-Millions-Los der Massachusetts State Lottery kostet 30 USD. Je nachdem, wie oft die vorgegebenen zehn Gewinnzahlen des Loses unter den 30 freizurubbelnden Diamantensymbolen zu Tage treten, locken diverse Gewinne bis hin zu 1 Mio. USD. Die Auszahlungsquote liegt dem Lotteriebetreiber zufolge bei 80,7 %.

Medienvertretern gegenüber erklärte Fiega nun, dass sie sich beim Kauf ihres Millionenloses in Eile befunden habe. Sie habe die Felder lediglich schnell freigekratzt und das Rubbellos, als es nicht nach einem Gewinn ausgesehen habe, an den Verkäufer zurückgegeben, damit dieser es in den Abfall werfe.

 

Zehn Tage später sei Abhi Shah, Sohn der Lucky-Stop-Betreiber, beim Aufräumen auf das Los gestoßen und habe es erneut begutachtet. Dabei, so erklärte er nun dem TV-Sender WWLP gegenüber, sei ihm aufgefallen, dass nicht alle Felder freigerubbelt gewesen seien. Als er dies nachgeholt habe, habe er den Millionengewinn entdeckt.

 

Der Familienrat entscheidet

 

Der Familie sei umgehend klar gewesen, dass es sich um das Los von Stammkundin Fiega gehandelt habe. Nichtsdestotrotz sei die Entscheidung über das weitere Vorgehen nicht leichtgefallen, so Vater Maunish Shah. Deshalb habe sein Sohn den Familienrat einberufen:

Wir haben zwei Nächte nicht geschlafen. Er rief meine Mutter und meine Großeltern in Indien an. Sie sagten: „Gib es zurück, wir wollen das Geld nicht.”

Und so sei es geschehen: Finder Abhi habe Lea Rose Fiega an ihrer Arbeitsstelle aufgesucht und sie gebeten, umgehend mit in den Lucky Stop zu kommen, da seine Eltern ihr etwas mitzuteilen hätten. Nach anfänglichem Zögern habe die Stammkundin eingewilligt.

 

Vor Ort, so Fiega heute, sei sie bei Erhalt der Glücksnachricht weinend zusammengebrochen. Noch immer könne sie kaum glauben, dass die Familie ihr den Gewinn überlassen habe.

 

Neben dem guten Gewissen können sich die Lucky-Stop-Betreiber nun auch über eine Provision der Massachusetts State Lottery in Höhe von 10.000 USD für das verkaufte Los freuen. Und auch Neu-Millionärin Fiega soll ihre Dankbarkeit gegenüber der Familie in Form einer nicht näher bezifferten Zahlung ausgedrückt haben.

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