, 16.03.2020

Der Glücksspielsektor wird international hart von den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie getroffen. Auch die nationalen Glücksspielaufsichten reagieren jetzt auf die veränderte Situation.

 

So hat die niederländische Glücksspielaufsicht (Kansspelautoriteit, KSA) am Freitag mitgeteilt, dass die geplanten Informationsveranstaltungen bezüglich des künftigen Zentralregisters für den Glücksspiel-Ausschluss CRUKS als Vorsichtsmaßnahme nicht stattfinden werden.

 

Vier Termine waren zuvor für den Monat März festgelegt worden. Wann und wo diese nachgeholt werden sollen, ist derzeit ungewiss. An den Liberalisierungsplänen des niederländischen Online-Glücksspielmarktes, die auf den 1. Januar 2021 angesetzt sind, sollte sich jedoch nichts ändern.

In den Niederlanden sind aktuell (Stand: 16. März) 1.135 Fälle von Coronavirus-Erkrankungen bekannt. 20 Personen sind bislang an dem Infekt gestorben, 45 weitere befinden sich in einem kritischen Zustand. Zwei Personen gelten derzeit als genesen.

Dänemarks Glücksspielbehörde, die Spillemyndigheden, gab am Freitag bekannt, dass sämtliche Angestellten ab sofort zu Hause bleiben und von dort arbeiten sollen.

 

Zunächst soll dieser Zustand bis mindestens zum 29. März andauern. Für Kunden, die in Dänemarks Online-Casinos spielen, soll sich dadurch nichts ändern. Technischer Kundensupport wird weiterhin per E-Mail oder Telefon zur Verfügung stehen.

 

Innerhalb der Behörde jedoch sind alle Besprechungen vorerst abgesagt worden. Einige der geplanten Meetings hingegen sollen als Online-Konferenz organisiert werden.

In Dänemark gibt es derzeit 864 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Vier Erkrankte sind an dem Virus gestorben und 33 Personen befinden sich in einem kritischen Zustand. Bislang gilt lediglich eine Person als genesen.

Gute oder schlechte Zeiten für das Online-Glücksspiel?

Während in ganz Europa reihenweise die Casinos und Spielhallen schließen, geht der Betrieb in den Online Casinos weitgehend weiter. Das gilt allerdings nicht für jede Form des Glücksspiels.

 

Bei Online-Buchmachern herrscht momentan gähnende Leere, denn es gibt kaum Events, auf die man seine Wetten abschließen kann. Das betrifft fast alle Sportarten und auch den E-Sport.

 

Einige Fußballligen haben zwar lediglich die Maßnahme ergriffen, in leeren Stadien statt vor Publikum zu spielen, andere hingegen haben die gesamte Saison auf Eis gelegt, beispielsweise die britische Premier League.

 

Auch der Online-Verkauf von Lottotickets oder Rubbelkarten ist vielerorts eingestellt worden. Spanien pausiert den gesamten staatlichen Glücksspielsektor, weil zum Abholen der Gewinne ein persönliches Erscheinen an einer Annahmestelle nötig wäre.

 

Ob der Online-Glücksspielsektor langfristig mit einem Plus aus der Corona-Krise gehen wird, bleibt jedoch abzuwarten.