Freitag, 20. Mai 2022

Glücksspiel-Branche sammelt Spenden für die Ukraine

Ukraine Flagge, Krieg in der Ukraine Krieg in der Ukraine: Glücksspiel-Branche sammelt Spenden für Kriegsopfer und Flüchtlinge. (Symbolbild: Pixabay)

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat bereits Hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen. Weltweit sammeln Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen Spenden, um die Flüchtlinge sowie die Betroffenen im Land mit Gütern und Hilfsmitteln zu versorgen. Auch die Glücksspielindustrie hat sich dieser Welle der Unterstützung angeschlossen.

Bereits am vergangenen Wochenende kündigte das in der Ukraine gegründete Glücksspielunternehmen Parimatch auf LinkedIn an, 30 Mio. UAH (knapp 1 Mio. EUR) bereitstellen zu wollen. Von dem Geld sollen Munition, Lebensmittel und Medikamente gekauft werden.

Der britische Glücksspiel-Konzern Entain meldete am gestrigen Dienstag, 50.000 GBP (rund 60.000 EUR) für humanitäre Hilfe bereitzustellen. Entain erklärte auf LinkedIn:

„Die Spende erfolgte über Crown Agents, eine angesehene gemeinnützige Organisation, die seit 25 Jahren in der Ukraine arbeitet, und wird für lebensrettende medizinische Ausrüstung zur Behandlung der wachsenden Zahl von Verletzten und Verwundeten in der Region verwendet.“

Initiative der Glücksspiel-Industrie zu Spenden für die Ukraine

Eine weitere Initiative namens „Gaming Industry for Ukraine“, die nach eigenen Angaben von verschiedenen Organisationen innerhalb des Glücksspiel-Sektors ins Leben gerufen worden sei, habe die Sammlung von 250.000 GBP zum Ziel. Die Spendenkampagne läuft über die Plattform GoFundMe.

Während die Kriegsopfer aus der Ukraine mit zahlreichen Spenden unterstützt werden, hat die internationale Staatengemeinschaft scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Sie zielen darauf ab, das Wirtschafts- und Finanzsystem und mit ihm den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu schwächen. Der russische Angriffskrieg zieht zudem soziale Sanktionen nach sich.

So hat beispielsweise der Social Club Casino Maltese die Mitgliedschaft des russischen Botschafters Andrei Lopukhov suspendiert. Das Management des Clubs habe diese Entscheidung als Antwort auf die „harte und unbegründete“ Entscheidung Putins getroffen, in die Ukraine einzumarschieren. Die Invasion sei ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht. Das Casino Maltese sei entschlossen, sein Ethos aufrechtzuerhalten und setze daher die Ehrenmitgliedschaft Lopukhovs im Geiste der Achtung staatlicher Souveränität und der Solidarität mit der Ukraine aus.

Zu den Unternehmen, die im Rahmen der Initiative bereits Gelder gespendet haben, gehört der Veranstalter der Glücksspiel-Messe ICE London Clarion Gaming. Die über die Spendenplattform gesammelten Gelder sollen der Hilfsorganisation „Choose Love“ zugutekommen, die Flüchtlinge unter anderem mit Notfall-Gütern unterstützt.

Die Initiative ist jedoch nicht nur für Mitglieder der Glücksspielbranche offen, sondern kann von jedermann zum Spenden genutzt werden.