, 02.09.2021

Mit vorgezogenen Millionen-Zahlungen unterstützt die GlücksSpirale Opfer der jüngsten Flutkatastrophen. Dies gab die Soziallotterie der 16 Landeslotteriegesellschaften gestern bekannt. Mit jeweils 1 Mio. Euro bedacht werden der Deutsche Olympischen Sportbund, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

 

GlücksSpirale: Lotterie-Einnahmen für Wiederaufbau

 

Wie die Verantwortlichen in einer gestern veröffentlichten Pressemeldung mitteilen, stellt die GlücksSpirale vorab zum 1. September insgesamt drei Millionen Euro Solidaritätshilfe bereit. Üblicherweise werden die Zuwendungen jährlich ausgeschüttet.

 

Die Gelder sollen in den teils stark verwüsteten Flutgebieten zum Wiederaufbau beitragen. Angedacht sei die Rettung von Denkmalen sowie die Unterstützung von sozialen Einrichtungen und Sportvereinen.

 

Friederike Sturm ist Präsidentin von Lotterieanbieter Lotto Bayern und die federführende Leiterin der GlücksSpirale. Sie erklärt im Statement:

Angesichts der immensen Sachschäden an Denkmälern und Sportstätten und zur Unterstützung der Freien Wohlfahrtspflege ist sofortiges Handeln erforderlich. Seit über 50 Jahren ist die GlücksSpirale für die Menschen da. Es ist uns deshalb gerade jetzt ein Anliegen, die Beseitigung von katastrophalen Flutschäden effektiv zu unterstützen.

Eine der Empfängerinnen der Soforthilfe ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Die eigenen Angaben zufolge „größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland“ setzt sich aktuell intensiv für Denkmale und deren Eigentümer in den betroffenen Hochwasserregionen ein.

 

Besonders problematisch sei, so die Stiftung, dass viele Versicherungen es ablehnten, Bauwerke in gefährdeten Regionen zu versichern. Deswegen sei schnelle und unbürokratische Hilfe gerade in der jetzigen Situation besonders wichtig.

 

Lotterie-Hilfen für Wohlfahrt und Sport

 

Auch die ebenfalls von der GlücksSpirale mit 1 Mio. Euro bedachte Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege ist in den Hochwassergebieten nach wie vor stark aktiv. So sind soziale Organisationen aktuell nicht nur im Dauereinsatz, sondern in vielen Fällen auch selbst von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen.

Die Lotterie GlücksSpirale wurde 1970 ins Leben gerufen. Initiatoren waren das Nationale Olympische Komitee, der Deutsche Lotto- und Totoblock sowie der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Mit den eingenommen Geldern sollten die Olympischen Sommerspiele von 1972 finanziell unterstützt werden. Auch die Fußball-WM von 1974 profitierte von den Erlösen der Nummernlotterie.

 

Seit 1976 fließen die Erträge der GlücksSpirale an den Deutschen Sportbund und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Seit 1991 profitiert auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz von der staatlichen Soziallotterie. Zudem werden regionale Projekte unterstützt. Eigenen Angaben zufolge hat die GlücksSpirale seit ihrer Gründung über 2,3 Mrd. Euro an die Empfänger ausgeschüttet.

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte ebenfalls bereits umgehend nach der Katastrophe, die insbesondere in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Schäden in Milliardenhöhe verursachte, eine Hilfslawine losgetreten.

 

Neben der Bereitstellung von 100.000 Euro sofortiger Basishilfe für betroffene Sportvereine hatten die Landessportbünde deutlich gemacht, auch künftig aktiv an der Wiederherstellung der sportlichen Infrastruktur und des Vereinslebens mitwirken zu wollen. Die nun erfolgte Millionen-Ausschüttung der GlücksSpirale dürfte hierzu einen veritablen Beitrag leisten.

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