, 11.02.2021

Novomatic und das Tochter-Unternehmen Admiral waren gestern Thema im U-Ausschuss zur Pleite der österreichischen Commerzialbank. Aussagen musste der Ex-Vorstandsvorsitzende der Novomatic, Franz Wohlfahrt. Konkret gehe es um die Frage, ob Admiral den burgenländischen Fußballverein ASV Draßburg im Gegenzug für Spielautomaten-Lizenzen gesponsert haben könnte.

 

Das kleine Glücksspiel sei im Jahre 2011 in der Region mit der Unterstützung des ehemaligen Landesrats Christian Illedits (SPÖ) legalisiert worden, der gleichzeitig Präsident des Sportvereins gewesen sei, berichtet die Zeitung Kurier.

 

Illedits wiederum hatte Geschenke vom früheren Commerzialbank-Chef Martin Pucher erhalten. Der Niedergang des Geldinstituts ist derzeit Thema im Untersuchungsausschuss des burgenländischen Landtags.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Glücksspiel ein Thema im Krimi um den pleitegegangenen Bänker Martin Pucher ist. Das Nachrichtenmagazin Profil hatte Mitte Januar darüber berichtet, dass der 64-Jährige in den Jahren 1994 bis 2014 einen Betrag zwischen 1,8 und 2,7 Millionen Euro beim Glücksspiel verloren haben soll.

Wohlfahrt ohne Einblicke in Novomatic-Sponsoring

 

Über einen mutmaßlichen Zusammenhang zwischen dem Novomatic-Sponsoring und den 2011 vergebenen Glücksspiellizenzen an Admiral habe Wohlfahrt am Mittwoch nichts aussagen können. Laut ORF habe Wohlfahrt vor dem U-Ausschuss erklärt:

„Ich habe an den Gesetzwerdungsprozess keine Wahrnehmung und Erinnerung […]. Ich war für Fußballsponsoring nicht zuständig, daher kann ich dazu keine Informationen erteilen.“

Wie die Burgenländische Volkszeitung berichtet, habe Wohlfahrt angegeben, nicht einmal gewusst zu haben, wo Draßburg liege. Dass ein Sponsoring in Millionenhöhe an den ASV Draßburg erfolgt sei, habe sich der ehemalige Novomatic-Geschäftsführer ebenfalls nicht vorstellen können. Medienberichten zufolge könnte der Regionalligist von Novomatic zwischen ein und zwei Millionen Euro erhalten haben.

 

Im Zusammenhang mit der Legalisierung des Automaten-Glücksspiels könne sich Wohlfahrt nicht an Kontakte mit burgenländischen Politkern erinnern. Auch nicht an einen Kontakt mit dem ehemaligen Landrat und ASV-Präsidenten Christian Illedits. Dieser hatte eine Verbindung zwischen dem Fußball-Sponsoring und der Erteilung der Glücksspiellizenzen stets bestritten.

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