, 07.04.2020

Derzeit sieht die Corona-Schutzverordnung in Deutschland ein Kontaktverbot vor. Immer wieder stellt die Polizei im Zuge von Kontrollen nicht nur Verstöße fest, sondern deckt auch illegales Glücksspiel auf. Am vergangenen Wochenende kam es zu einer Häufung dieser Vorfälle.

 

In München habe die Polizei nach Meldung lokaler Medien allein am Sonntag mehr als 3.500 Verstöße gegen die zurzeit hier geltenden Ausgangsbeschränkungen festgestellt. Manche Menschen sollen es sich auf Decken gemütlich gemacht haben, um sich zu sonnen, andere hätten sich in Gruppen versammelt. In Ismaning sei die Polizei auf eine Shisha-Party aufmerksam gemacht worden.

Im Landkreis München, ebenso wie in ganz Bayern, gelten seit dem 21.03.2020 Ausgangsbeschränkungen, nach denen Veranstaltungen und Versammlungen untersagt sind. Physische und soziale Kontakte sind auf ein Minimum zu reduzieren und es soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Bewegung an der frischen Luft ist erlaubt, allerdings nur mit Personen, die gemeinsam im selben Haushalt leben.

Vor Ort hätten die Beamten beobachtet, wie immer wieder Personen das betreffende Gebäude auf Klopfzeichen hin betraten. Die Polizei hätte das Gebäude besetzt und dabei insgesamt neun Personen beim illegalen Glücksspiel vorgefunden. Diese erwarte nun neben einer Untersuchung durch die Kriminalpolizei eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

 

Weitere Anzeigen wegen illegalen Glücksspiels

 

Nicht nur in Bayern sei die Polizei bei Kontrollen auf illegales Glücksspiel aufmerksam gemacht worden. Auch im Hagen, Westfalen, im Stadtteil Wehringhausen habe die Polizei am Wochenende ein illegales Glücksspiel-Treffen ausgemacht.

 

Die Beamten seinen durch Stimmen auf ein Lokal an der Wehringhauser Straße aufmerksam geworden, so berichtete später die Pressestelle. In den Innenräumen hätten sich zwölf Männer zwischen 20 und 27 Jahren befunden, die sofort versucht hätten, vor der Polizei zu flüchten.  Nur vier von ihnen sei die Flucht jedoch gelungen. Mit Handschellen musste lediglich einer der anderen Männer daran gehindert werden.

 

Im Lokal hätten die Polizeibeamten Spieltische, Wasserpfeifen und Bargeld sichergestellt. Einer der Männer soll über 5.000 Euro in bar bei sich getragen haben. Auch hier erwarte die Anwesenden neben der Anzeige wegen illegalen Glücksspiels eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.

 

In Österreich habe die Polizei in einem Wiener Lokal bei einem Einsatz in der Nacht von Sonntag zu Montag ebenfalls einen Fall von illegalem Glücksspiel aufgedeckt. Polizeisprecher Harald Sörös schildert:

“Beim Hinterausgang des Lokals wurden fünf Tatverdächtige angetroffen, die sich gerade aus dem Lokal entfernen wollten. Im Lokal selbst wurden drei Männer angetroffen, die bei illegalen Glücksspielautomaten spielten und im WC der Lokalität versteckte sich ein weiterer Tatverdächtiger.”

Bei einem der Männer seien zudem Drogen entdeckt worden. Ein weiterer Anwesender slowakischer Herkunft habe sich trotz eines Aufenthaltsverbots in Österreich aufgehalten.

 

Ein solcher Fall von illegalem Glücksspiel sei laut Polizeisprecher Sörös in der derzeitigen Situation besonders dreist und rücksichtslos.

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