, 08.05.2021

In der japanischen Hauptstadt Tokio soll ab dem 19. Mai das erste E-Sport-Gym Japans entstehen. Wie die japanische Tageszeitung Japan Times [Link auf Englisch] am Donnerstag berichtet hat, sollen E-Sportler in der Einrichtung ihre Gaming-Fähigkeiten unter der Anleitung von professionellen Trainern verbessern können.

 

Das E-Sport-Gym werde in dem Stadtteil Kita Ward im Norden Tokios entstehen und vom U-Bahn-Betreiber Tokyo Metro Co. betrieben. Dabei helfen solle die Firma Gecipe Inc., die auf Bildung im Bereich E-Sport spezialisiert sei.

Etablierte E-Sport-Vereine und E-Sport-Akademien setzen schon lange auf professionelles Training. So bietet die E-Sport-Akademie des Fußballbundesligisten Hertha BSC Berlin nicht nur Gaming-Coachings, sondern auch Fitnessübungen und Ernährungsberatungen für ihre Mitglieder an. Ein freizugängliches E-Sport-Gym, in dem deutsche Amateur-Gamer ihre Skills bei Videospielen aufbessern können, gibt es bislang nicht.

Wie läuft das Training im E-Sport-Gym ab?

 

Dem Bericht zufolge können die Kunden des Fitness-Studios für E-Sport aus mehreren Mitgliedsprogrammen wählen.

 

Gamer, die das E-Sport-Gym täglich nutzen möchten, müssen eine Monatspauschale von 5.500 Yen (ca. 42 Euro) bezahlen. Wird ein zusätzliches Training durch professionelle Spieler gewünscht, wird ein Aufschlag von 2.750 Yen (ca. 21 Euro) pro Stunde fällig. In einem Sonderprogramm sollen sich Kunden des E-Sport-Gyms auch zu E-Sport-Profis ausbilden lassen können. Für dieses Programm werde eine Monatsgebühr von 12.100 Yen (ca. 92 Euro) verlangt.

 

Neben einem Coaching biete das E-Sport-Gym Computer und Stühle, die speziell für das Gaming designt worden seien. Insgesamt würden fünf Spieletitel angeboten, darunter das in Japan populäre Spiel „Puyo Puyo eSports“, das dem Games-Klassiker Tetris ähnelt.

 

Laut der Times erfreue sich der E-Sport in Japan steigender Popularität. So würden bereits Turniere mit Preispools von bis zu 100 Millionen Yen (ca. 760.000 Euro) veranstaltet. Gecipe-CEO Takuya Manabe hab erklärt, dass man die „Basis des E-Sport“ erweitern wolle. Tokyo Metro überlege bereits, eigene Turniere zu veranstalten und noch mehr E-Sport-Gyms entlang seiner U-Bahn-Linien zu eröffnen.