, 23.03.2021

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und die esports player foundation (EPF) haben am Montag eine gemeinsame Initiative für „Werte in Gaming und Esports“ angekündigt. Mit dem Projekt sollen „Esportler*innen aktiv unterstützt werden, als Vorbilder für ambitionierte Gamer und Esports-Fans zu dienen und positiv in die Gesellschaft zu wirken“, erklärte die EPF.

Die esports player foundation wurde im Jahre 2020 ins Leben gerufen und fördert laut eigenen Angaben gezielt E-Sport-Talente in Deutschland. Finanzielle Unterstützung erhält die Vereinigung unter anderem von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und Wirtschaftsunternehmen wie der Deutschen Kreditbank und der Deutschen Telekom.

 

Zum Auftrag der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung gehört die Bewahrung der „freiheitlichen Demokratie, die Soziale Marktwirtschaft und die Entwicklung und Festigung des Wertekonsenses.“

Im Rahmen der Initiative sind unter anderem Workshops und Medientrainings für E-Sportler sowie Unterrichtsmaterialien gegen „Hate-Speech“ und „Toxicity“ geplant, die beispielsweise in Schulen eingesetzt werden sollen. So sollten Werte wie Fairplay, Respekt und Performance gefördert werden. Die Initiative habe zum Ziel, den „demokratischen Wertekonsens zu festigen.“

 

Gaming keine „Parallelwelt“

 

Mit der Initiative wolle die Kooperation aus KAS und EPF einen Beitrag dazu leisten, dass sich Gaming nicht zu einer „Parallelwelt“ mit „ab- und ausgrenzenden Wertegerüsten und Normen“ entwickelt.

 

Den Start macht eine Video-Kampagne zum Thema „Toxicity“, bei der es um das Miteinander in den sozialen Medien geht. Im ersten Video der Reihe erläutert E-Sport-Host Niklas „Bart“ Eigen die Probleme, die Beleidigungen und unfaires Verhalten in der E-Sport- und Gaming-Community erzeugen.

 

 

Folgen sollen weitere Videos zu „Hate Speech“ und „Fairplay“. Jörg Adami, Geschäftsführer der EPF, erklärt, dass man durch die Zusammenarbeit mit der KAS einen „aktiven Beitrag für ein besseres Miteinander im Gaming und Esports“ leisten wolle:

„Professionelle Esportler*innen sind Vorbilder für alle ambitionierten Spielerinnen und Spieler. Wir möchten sie in unserer täglichen Arbeit darin unterstützen, die Werte Respekt, Fairplay, Leistungsbereitschaft und Arbeitsethik vorzuleben.“

Ludger Gruber von der KAS sagte, dass Diskussionen über gemeinsame Normen nicht nur „akademischen Runden“ vorbehalten bleiben dürften. Gaming und E-Sport, so Gruber, gehörten für viele Menschen zum Alltag. Aus diesem Grund freue man sich, gemeinsam mit der EPF, die wichtige Diskussion in der Gaming-Community führen zu können.