Samstag, 03. Dezember 2022

Heftige Monsun-Stürme überfluten Casinos in Las Vegas

Autos, Flut, Wasser, Straße Heftige Regenfälle verursachten Überschwemmungen auf Straßen und in Casinos in Las Vegas. (Bild: youtube.com)

Seit Donnerstagabend hat die Glücksspiel-Metropole Las Vegas mit heftigen Wetterphänomenen zu kämpfen. Monsunartige Regenstürme überfluteten Straßen und sorgten für zahlreiche Stromausfälle. Der Harry Reid International Airport meldete Verspätungen und Flugausfälle. Auch Casinos wurden überschwemmt, berichtete das Las Vegas Review-Journal [Seite auf Englisch] am Sonntagabend.

Blitze haben die Außenbeleuchtung mehrerer Casinos in der Innenstadt lahmgelegt. Unter anderem soll das Golden Nugget betroffen gewesen sein. Im Caesars Palace ist Wasser von der Deckenbeleuchtung geflossen.

Im Planet Hollywood floss ein Wasserstrahl von der Decke und das Parkhaus des Linq Hotels verwandelte sich in eine Wildwasserbahn, wie das Video von NBC News [Clip auf Englisch] zeigt:

Auch im Circa Resort & Casino wurde der Teppich überschwemmt, nachdem der Regen durch die Videowand des Sportwetten-Bereichs eingedrungen war. Doch es gab auch Menschen, die sich durch das Wetter nicht vom Spielen abhalten ließen, wie das Video auf Twitter zeigt:

„Business as usual“ in den Casinos

Die Feuerwehr von Las Vegas sei zu 330 Einsätzen gerufen worden und Swift-Water-Teams hätten mindestens sieben Menschen gerettet, sagte Stadtsprecher Jace Radke.

Monsunartige Stürme sind in Las Vegas zu dieser Jahreszeit an der Tagesordnung. Nach Angaben der Stadtverwaltung dauere die Monsunzeit normalerweise von Ende Juni bis Mitte September. Wenn feuchte Luft vom Pazifik ins Landesinnere zieht, entstehen kurze und heftige Gewitter, die Waldbrände und Sturzfluten auslösen können.

Eine der schlimmsten Überschwemmungen in Las Vegas ereignete sich am 3. Juli 1975. Die reißenden Fluten überschwemmten auf dem Parkplatz des Caesars Palace Hunderte von Autos, die später mit Kränen geborgen werden mussten. Einige Fahrzeuge sollen mehrere Kilometer weit weggetrieben worden sein. Das Wasser und die Erosion brachten Telefonmasten zum Einsturz. Auch Kläranlagen wurden überflutet, so dass das Abwasser aus den Gullydeckeln austrat.

Die Feuerwehr von Clark County sei zu sechs Wasserrettungseinsätzen gerufen worden, sagte Stacey Welling, Sprecherin des Bezirks. Nach offiziellen Angaben habe es keine Verletzten oder größere Schäden gegeben.

Die Stadtverwaltung von Las Vegas twitterte am Samstag:

Es ist Monsunzeit, die Gewitter bringt und zu Sturzfluten führen kann, die zwar heftig sind, aber in der Regel schnell wieder verschwinden.

Bürgermeisterin Carolyn Goodman kommentierte auf Twitter, dass die Hochwasserkontrollinfrastruktur das Wasser zum Lake Mead leite, so dass einer Überschwemmung schnell entgegengewirkt werden könne.

Der Spielbetrieb in den Casinos wird indes aufrechterhalten. Das Planet Hollywood sei durch den Sturm gestern Abend zwar leicht beschädigt worden, aber der Betrieb laufe normal weiter, erklärte ein Sprecher von Caesars Entertainment. Die Reparaturen seien bereits im Gange und es werde nicht erwartet, dass die Gäste beeinträchtigt würden.

„Wir haben geöffnet“, sagte Casinobesitzer Derek Stevens, in dessen Circa-Resort sich eine Sportwetten-Videowand in einen flackernden Springbrunnen verwandelte, der sich auf der mit Teppich ausgelegten unteren Etage ergoss.

Die Spielaktivitäten seien jetzt größtenteils wieder normal. Allerdings dächten die Casinoverantwortlichen über Präventionsmaßnahmen nach, um für zukünftige Wettereignisse besser gerüstet zu sein.