, 26.06.2021

Novo Interactive, ein Tochterunternehmen des Glücksspielriesen Löwen Entertainment, startet zum Launch seines neuen Novoline Online-Casinos das Show-Format „Wir gehen online“. Die Werbekampagne werde aus Sitcom-artigen Episoden bestehen und eine fiktive Marketing-Abteilung für die Neuausrichtung der Marke Novoline zum Thema haben, berichtete die Werbefachzeitschrift Werben & Verkaufen (W&V) am Freitag.

 

Laut dem Magazin steht die Kampagne im Zusammenhang mit der Legalisierung des Online-Glücksspiels am 1. Juli. Dann biete Novoline erstmals auch virtuelle Automatenspiele statt physischer Geldspielgeräte an.

 

Für Konzept und Umsetzung der Kampagne sei die Agentur Rapid Peaks verantwortlich. Produziert würden die Episoden von der Filmproduktion eitelsonnenschein.

Sitcom-Formate sind keine Neuheit in der Glücksspielwerbung. Erst vergangene Woche hatte der irische Glücksspielanbieter Paddy Power eine Sitcom mit dem Titel „The VAR Room“ vorgestellt. Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft geht es in der Comedy um die Arbeit von Videoschiedsrichtern in England.

Worum geht es in der Show?

 

Im Mittelpunkt der Pilotsendung von „Wir gehen online“ und fünf weiteren Folgen von fünf bis sieben Minuten Länge stünden zwei selbsternannte Marketing-Experten, eine Grafikerin und drei Mitarbeiter von Novoline. Die Episoden seien im Stil von Serien wie „Stromberg“ oder „Modern Family“ gedreht und verfügten über Auftritte von „Special Guests“.

 

In den ersten Folgen gehe es um die Vorstellung der Protagonisten der Show, später um Guerilla-Marketing und den Launch des Online-Casinos von Novoline.

 

Das Format sei gewählt worden, „um die klassische Marke bei einem neuen und moderneren Konsumenten zu positionieren, der zunehmend jünger und weiblicher“ werde.

Die Glücksspielwerbung für jüngere Zielgruppen ist in vielen Ländern umstritten. Suchtforscher befürchten, dass problematisches Spielverhalten und Spielsucht durch Werbekampagnen für Glücksspiele zunehmen könnten. Gegen die Glücksspielwerbung mit Sportpromis, die bei einem jungen deutschen Publikum bekannt sind, hatte sich erst vor Kurzem der ehemalige Fußball-Moderator Werner Hansch ausgesprochen. Ab dem 1. Juli soll die Werbung mit  Prominenten in Deutschland verboten werden.

Gezeigt werden sollen die Filme auf Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram. Zudem seien weitere Anzeigen auf Google geplant. Inklusive Shares, Likes und Kommentaren rechne Novo Interactive mit über 71 Millionen Impressions (Aufrufen). Die Produktionskosten für die Kampagne hätten sich laut W&V auf etwa 700.000 Euro belaufen.

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