Montag, 16. Mai 2022

Lotto-Umsätze in Hamburg 2020 erheblich gestiegen

Hamburg Landungsbrücken Lottokugeln

Die Lotto-Umsätze haben in Hamburg im Jahr 2020 stark zugelegt. Dies geht aus den neuen Geschäftszahlen hervor, die der Anbieter Lotto Hamburg am Donnerstag in einer Pressemitteilung veröffentlichte.

Diesen zufolge seien die Spieleinsätze in der Hansestadt Hamburg auf 168,5 Mio. Euro gestiegen. Gegenüber 2019 sei dies gleichbedeutend mit einem Plus von 11,7 %.

Entsprechend zufrieden zeigten sich die beiden Lotto-Hamburg-Geschäftsführer Michael Heinrich und Torsten Meinberg. Das Unternehmen habe sich in „einem schwierigen Krisenjahr als sturmfest und verlässlich erwiesen“.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel betonte die Bedeutung der Lotterie für die Stadt:

Von dem positiven Ergebnis der Lotto Hamburg GmbH profitiert das Gemeinwohl unserer Stadt: Im Landeshaushalt erhalten wir dadurch mehr Handlungsspielraum. Darüber hinaus werden mit den Geldern der Lotterien Glücksspirale und Bingo viele Projekte aus den Bereichen Sportförderung, Kultur- und Denkmalschutz, Soziales sowie Umwelt- und Katastrophenschutz unterstützt.

So habe die Staatskasse im vergangenen Jahr erheblich von den guten Geschäften des Lottoveranstalters profitiert. Dieser habe 60,5 Mio. Euro in Form von Konzessionsabgaben und der Lotteriesteuer an die Stadt Hamburg abgeführt. Im Vergleich zu den 2019 überwiesenen 51,2 Mio. Euro liege das Plus bei über 8 %.

Produktverbesserungen als Basis des Aufschwungs

Ein wichtiger Grund für die sprudelnden Einnahmen sei laut Veranstalter eine Produktverbesserung bei Lotto 6aus49. Eine Anhebung des Gewinnplans habe dafür gesorgt, dass der Klassiker mit Spieleinsätzen von 89,5 Mio. Euro für mehr als die Hälfte der Umsätze verantwortlich sei. Damit sei das Geschäft im Vergleich zu 2019 um 13 % gestiegen.

Zu den Gewinnern zähle auch die Lotterie Eurojackpot. Diese habe 2020 einen Umsatz von 34 Mio. Euro erwirtschaftet und damit ein überdurchschnittliches Plus von 19 % erreicht.

Lotto Hamburg zufolge entfalle weiterhin ein Großteil der Umsätze auf das stationäre Geschäft. Demnach verzeichneten die Annahmestellen 70 % der Einnahmen und seien damit der mit Abstand wichtigste Vertriebsweg.

Allerdings habe die Bedeutung der terrestrischen Lotto-Annahmen aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr abgenommen. 2019 habe ihr Anteil noch bei 76 % gelegen.

Davon profitiert habe der Online-Verkauf, der von 9 % auf 12 % habe zulegen können. Weitere Umsätze seien durch gewerbliche Spielevermittler (10 %) und Abonnements (8 %) beigesteuert worden.