, 16.10.2021

Angestellte in Casino-Resorts in der Glücksspiel-Metropole Macau werden ab dem 25. Oktober mit strengeren COVID-19-Regelungen konfrontiert. Casino-Betreiber sollen planen, von ihren Mitarbeitern entweder den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung oder wöchentliche Tests zu verlangen. Dies berichtete das Nachrichtenportal Macao News [Seite auf Englisch] am Freitag.

 

Mehreren Medienberichten zufolge sollen die Konzessionäre SJM Resorts, MGM China, Galaxy Entertainment Group und Sands China die sogenannten „Jab- oder NAT“-Regeln (Impfen oder testen) erlassen haben.

 

Mitarbeiter, die sich nicht an die Vorgaben hielten, sollen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. Wer nicht geimpft sei, müsse zudem die Kosten für die Tests selbst tragen. Damit folgen die Casino-Betreiber den Regierungsmaßnahmen für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

 

In einem internen Memo, das einem Branchenmagazin vorliegen soll, heiße es:

Teammitglieder, die kein ‚negatives Nukleinsäure-Testergebnis‘ vorlegen können, dürfen nicht arbeiten, was als ungerechtfertigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz mit entsprechenden Disziplinarmaßnahmen angesehen wird, es sei denn, die Teammitglieder haben im Voraus selbst ihren Urlaub beantragt, der von der Abteilung genehmigt wurde.

Angestellte, die die erste Impfdosis erhalten hätten, seien für 30 Tage von der Vorlage eines negativen Tests befreit, soll es weiter in dem Dokument heißen.

 

Impfquote in Macau immer noch niedrig

Bis jetzt seien Regierungsangaben zufolge nur etwa 59 % aller Einwohner der Sonderverwaltungszone Macau vollständig gegen SARS-CoV-2 immunisiert. Mit den jüngsten Maßnahmen wolle die Regierung die Impfquote auf mindestens 80 % steigern.

Impfchaos in Deutschland

 

In Deutschland haben mehrere Bundesländer die sogenannte 2G-Regel, die für “geimpft oder genesen” steht, beschlossen. Ihr zufolge hat jeder Dienstleister, seien es körpernahe Dienstleistungen, touristische Angebote oder gar Supermärkte, die Wahl, ob er getestete Personen einlasse.

 

Allerdings steht in Deutschland derzeit die tatsächliche Impfquote zur Frage. Laut einem Bericht der Tagesschau vom Freitag seien keine exakten Angaben zur Impfquote möglich. Dies habe der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, eingeräumt. Wieler gehe davon aus, dass Ende September bereits 80 % der Bevölkerung vollständig immunisiert gewesen sei. Offiziellen Meldungen zufolge liege der Anteil jedoch nur bei rund 68 %. Der Grund liege im fehlerhaften Meldesystem, so Wieler.

Derzeit gilt in Macau die Null-COVID-Regel. Das bedeutet, dass die Regierung auf ein einziges positives Testergebnis mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. Zudem gelten für Macau immer noch Reisebeschränkungen.

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