, 01.12.2018

Eines der traditionsreichsten europäischen Pokerturniere, die Master Classics of Poker (MCOP), hat begonnen. Das MCOP findet vom 21. November 2018 bis zum 1. Dezember 2018 im Amsterdamer Holland Casino statt und bietet Pokerspielern mehr als 20 Einzel-Events.

 

MCOP

Die Master Classic of Poker sind eine Traditionsveranstaltung (Quelle: Twitter)

Darunter sind zahlreiche Satellites für das Main-Event mit einem Buy-in von 4.300 Euro, das High Roller-Event mit einem Startgeld von 10.000 Euro und das Super High Roller-Turnier mit einem Buy-in von 25.500 Euro.

 

Die diesjährige MCOP kommt mit einer großen Neuerung: Alle No-Limit-Holdem-Turniere werden mit einer Big-Blind-Ante-Struktur gespielt. Das heißt, dass die Ante im Laufe des Turniers nicht mehr von jedem einzelnen Spieler gezahlt wird, sondern der Spieler im Big Blind die Ante für den gesamten Tisch entrichtet.

 

Dieses Konzept wurde bisher auch bei den High-Roller-Turnieren während der World Series of Poker in Las Vegas genutzt und soll den Spielfluss und die Action am Tisch erhöhen.

 

25.500 Euro High-Roller-Turnier bereits ausgespielt

 

Eine weitere Neuerung betraf in diesem Jahr das 25.500 Euro High-Roller-Event. Das Turnier, an dem nur der Amerikaner Steve O´Dwyer (36), der Finne Patrick Antonius (38) und der Niederländer Stefan Wolzak teilnahmen, wurde im Winner-Takes-All-Format gespielt.

 

Patrik Antonius, der in der Vergangenheit bei Events mit hohen Startgeldern gewinnen konnte, musste im Holland Casino in Amsterdam als erster seinen Hut nehmen.

 

Antonius

Patrik Antonius musste als erster im High-Roller-Event seinen Platz räumen. (Quelle: Wikipedia)

Im zweiten Blind-Level des Turniers verlor Antonius zuerst einem großen Pot gegen das Two-Pair von Wolzak, nur um danach seine verbleibenden 10.000 Chips gegen O´Dwyer einzubüßen. Antonius ging mit K-Q All-in, hatte aber keine Chance gegen die Asse des Amerikaners.

 

Nachdem Antonius die Heimreise angetreten hatte, war es weiterhin O´Dywer, der seine grandiose Form gegen Wolzak ausspielte und seinem Gegner kaum eine Chance ließ.

 

In der letzten Hand des Turniers setzte Wolzak nach einer Preflop-Erhöhung auf Flop, Turn und River. O´Dwyer, der bis zum River check-callte, check-raiste den River All-in und stellte Wolzak vor eine schwierige Entscheidung – schließlich war am River ein möglicher Flushdraw angekommen.

 

Nach Minuten des Überlegens callte der Niederländer das All-in, nur um sich O´Dwyers Flush zeigen zu lassen.

 

Damit war das Turnier vorüber und Steve O´Dwyer [Seite auf Englisch] um 74.250 Euro reicher.

 

Master Classics of Poker

Die Master Classics of Poker sind ein jährlich stattfindendes Event Sie zählt zu den ältesten Turnierreihen Europas und zieht schon seit 1993 Pokerspieler in die holländische Hauptstadt Amsterdam. Im Jahre 2017 konnte sich im Main-Event der Deutsche Class Segebrecht gegen ein Feld aus 284 Teilnehmern durchsetzen.

Auch das Main-Event ist im vollen Gange

 

Das Main-Event mit einem Buy-in von 4.300 Euro startete am 23. November 2018 mit einem spannenden Tag 1A, an dem sich 75 Spieler registrierten. Als am Ende von neun gespielten 60-Minuten-Levels die Chips eingetütet wurden, waren noch bekannte Spieler wie Juha Helppi (41) (48.900 Chips) aus Finnland und der Titelverteidiger Claas Segebrecht (94.500 Chips) mit von der Partie.

 

Am Tag 1B waren wieder altbekannte Gesichter am Start. Zu den renommiertesten Teilnehmern gehörten Steve O´Dwyer (128.100 Chips), Noah Boeken (37) (165.800 Chips) und Lex Veldhuis (35) (131.500 Chips).

 

Die meiste Action kam aber von Michiel Brummelhuis, der kurz vor Ende des Tages mehrere Spieler vom Tisch nahm und sich mit 193.100 Chips einen ordentlichen Chiplead erarbeitete.

 

Der folgende Tag 2 sollte allerdings den Deutschen gehören. Max Lehmanski, der in seiner Karriere schon mehr als 1.5 Millionen Dollar an Preisgeldern gewann, sicherte sich mit 696.000 Chips den Chiplead. Sein Landsmann Kilian Kramer (29), konnte satte 584.500 Cips eintüten.

 

Tag 3 mit Erfolg für die Deutschen

 

An Tag 3 waren es noch 36 Teilnehmer, die um die begehrte Teller-Trophäe der MCOP kämpften.

 

Obwohl Steve O´Dwyer nach seinem Sieg im Super-High-Roller Turnier viel Motivation mit an den Tisch brachte, war es der Deutsche Max Lehmanski, der den Amerikaner in seiner letzten Hand besiegte.

 

Holland Casino

Das Holland Casino in Amsterdam. (Quelle: Flickr)

Lehmanski hatte Preflop mit Q-J gelimpt und O´Dwyer im Big-Blind mit K-3 gecheckt. Beide Spieler sahen einen Flop von 9-T-K. Lehmanski hatte die Straße geflopt, O´Dwyer immerhin Top-Pair.

 

Nach O´Dwyers Check-Raise am Flop, callte Lehmanski nur und beide Spieler checkten eine Piek-6 am Turn. Das Board wurde am River von einer Herz-3 komplettiert, die O´Dwyer Two-Pair verlieh. Dies gab O´Dwyer Anlass fast all seine Chips zu setzen. Lehmanski fackelte nicht lange und setzte O´Dwyer all-in, für den das Turnier nach einem zögerlichen Call beendet war.

 

Lehmanskis guter Start wurde allerdings noch von Kilian Kramer getoppt. Der Deutsche konnte sich bis zum Final Table an der Spitze des Feldes behaupten und lag zu Beginn des letzten Spieltages mit 2.020.000 Chips nur knapp hinter dem niederländischen Chipleader Teun Mulder der seinen Stack auf 2.075.000 Chips ausgebaut hatte.

 

Am Ende sollte es aber Alberto Stegeman sein, der die MCOP für sich entschied. Der Niederländer besiegte im Heads-Up den Deutschen Kilian Kramer mit 9-9 gegen A-A und durfte die begehrte MCOP-Trophäe und 240.183 Euro mit nachhause nehmen. Für den zweiten Platz erhielt Kramer tröstende 160.432 Euro.

 

Die MCOP ist ein Turnier mit wirklich langer Tradition und zieht aufgrund der zahlreichen Satellites und kleinen Side-Events auch Amateur- und Hobby-Spieler an. Dass das Turnier auch nächstes Jahr wieder stattfindet, dürfte also so gut wie sicher sein.

Similar Guides On This Topic