, 23.04.2020

Während Glücksspiel- und Wirtschaftsexperten, Psychologen und Co. weltweit darüber diskutieren, ob die Beteiligung an Online-Glücksspielen aufgrund der Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen zahlreicher Länder ansteigt, scheinen progressive Jackpot Spielautomaten einen neuen Hinweis zu liefern.

 

Microgamings weltweit bekannter progressiver Online-Spielautomat Mega Moolah beispielsweise ist seit der letzten großen Jackpot-Ausschüttung vom 5. April in weniger als drei Wochen erneut auf über 10,5 Mio. Euro angestiegen (Stand: 23. April).

 

Bei der letzten Ausschüttung war es einem Online-Glücksspieler aus Kanada gelungen, umgerechnet insgesamt fast 10,8 Mio. Euro zu gewinnen. Der Jackpot scheint daher im Angesicht der Corona-Krise schneller in die Höhe zu klettern als je zuvor.

Ähnlich dem Totalisator-Prinzip bei Sportwetten und Lotterien wächst die Jackpotsumme progressiver Spielautomaten in Korrelation mit den getätigten Spielereinsätzen an. Je mehr Spieler sich also beteiligen, desto schneller steigt der mögliche Gesamtgewinn.

 

Mega Moolah wurde im Jahr 2007 von dem auf der Isle of Man ansässigen Online-Glücksspiel-Softwareprovider Microgaming entwickelt. Das Spiel wird heute in vielen Online-Casinos angeboten, wobei die Jackpotsumme anbieterunabhängig auf allen Webseiten gleichbleibt. Der höchste je ausgeschüttete Jackpot lag im September 2019 bei mehr als 18,9 Mio. Euro.

Keine schlechten Zeiten für Spielentwickler

Zu Mega Moolah gehören mittlerweile sieben miteinander verlinkte Online-Spielautomaten. Jedes der Spiele folgt einem anderen Design und Thema. Mega Moolah Isis beispielsweise basiert thematisch auf dem alten Ägypten, das neuere Mega Moolah Atlantean Treasures auf der Unterwasserwelt.

 

Erst im Februar hatte Microgaming das neueste Spiel, Mega Moolah Absolutely Mad, herausgebracht, welches den verrückten Hutmacher aus Alice im Wunderland zur thematischen Grundlage hat. Diese neueste Erweiterung könnte durchaus zum raschen Anstieg der jüngsten Jackpots beigetragen haben.

 

Insgesamt scheint die Spielentwickler-Branche vergleichsweise weniger von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen zu sein. Erst gestern äußerte sich Therese Hillman, CEO von Microgamings Branchenkonkurrent NetEnt, im Rahmen eines Zwischenberichtes zur derzeitigen Situation und den Prognosen [Seite auf Englisch]:

Es ist schwierig, die Auswirkungen der COVID-19-Situation auf die Wirtschaft im Allgemeinen und auf unsere Branche insbesondere vorauszusagen, aber wir glauben, dass der zugrundeliegende Trend der Digitalisierung im Gaming weiterbesteht und NetEnt in der Zukunft Wachstumschancen bietet.

Sie erklärt des Weiteren jedoch, dass die finanzielle Performance des Unternehmens während der letzten Monate nicht von den Folgen der Pandemie beeinträchtigt gewesen sei.

 

Microgaming selbst hat bezüglich COVID-19 noch kein offizielles Statement abgegeben. Die Gesamtsituation könnte dort jedoch ähnlich aussehen.

 

Ob Mega Moolah und andere progressive Jackpot-Spielautomaten während dieser Krise tatsächlich maßgeblich schneller anwachsen als vorher, wird sich in den nächsten Wochen noch deutlicher zeigen.