, 07.10.2021

Um die Zukunft der Glücksspiel-Messe ICE ist ein Zwist zwischen Veranstalter Clarion Gaming und dem Anbieter Merkur Gaming ausgebrochen. Der zur Gauselmann-Gruppe gehörende Betreiber zweifelt Medienberichten zufolge die Zukunftsfähigkeit des Messestandortes in London an.

 

Auslöser sei eine von Clarion in Auftrag gegeben Umfrage unter Teilnehmern der letzten ICE London [Seite auf Englisch]. Darin hätten sich drei Viertel der Befragten für die Stadt als Standort der kommenden Messen ausgesprochen. Gleichzeitig hätten sogar 81 % bekräftigt, auch das nächste Event besuchen zu wollen.

 

Merkur Gaming habe nun jedoch Zweifel geäußert. So sei in der Umfrage nicht auf die Bedenken der Aussteller eingegangen worden. Grund hierfür sei, dass diese gar keine Berücksichtigung in der Umfrage gefunden hätten.

 

In einer Erklärung von Merkur Gaming werde ein ranghoher Branchenvertreter zitiert:

Die Aussteller zahlen die Rechnungen und erwirtschaften die Gewinne der Messe, aber es scheint, dass unsere Meinung zu London als weiterem Veranstaltungsort der ICE nach 2022 keine Rolle spielt. (…) Wir haben das Gefühl, im Dunkeln gelassen worden zu sein, und die Ereignisse dieses Jahres sind wegen der Pandemie und allem, was sie mit sich gebracht hat, enttäuschend.

Man müsse jetzt nach vorne schauen. Das beinhalte auch eine Bewertung, ob London über 2022 hinaus Austragungsort der ICE bleiben solle. Neben den Folgen des Brexits sei auch der Standort des Messezentrum zu diskutieren. Zwar sei das ExCeL-Center großartig, doch die Lage in den Docklands das „genaue Gegenteil“ davon.

 

Veranstalter rechtfertigt sich

In einem ersten Statement zeigte sich Clarion einsichtig. Der Veranstalter erklärte, dass der Erfolg der Messe in höchstem Maße von der Zufriedenheit der Aussteller abhänge. Dieses Ziel zu verfolgen, gehöre zum Kern der Geschäftsphilosophie von Clarion.

Die Veranstalter der ICE in London wurden in den letzten zwölf Monaten von einer Reihe von Rückschlägen getroffen. Die ursprünglich für Oktober 2020 geplante Veranstaltung war aufgrund der Corona-Pandemie erstmals im Juli des vergangenen Jahres auf April 2021 verschoben worden. Doch auch dieser Termin war nicht zu halten, sodass Clarion zu Beginn des Jahres das Datum auf den Februar 2022 verlegte.

Man würde niemals auf einem Standort bestehen, mit dem ausstellende Firmen nicht zufrieden wären. Allerdings, so gab Clarion zu bedenken, sei die Auswahl an Alternativen angesichts einer benötigten Fläche von rund 70.000 m² beschränkt.

 

Unabhängig davon, wie die Auseinandersetzung ausgeht, dürfte die kommende ICE wie geplant ablaufen. Sie soll im Februar am gewohnten Standort im ExCeL-Center stattfinden.