, 29.09.2021

Der US-amerikanische Glücksspielkonzern MGM weitet seine internationalen Aktivitäten aus. Am Dienstag bestätigte die Präfektur von Osaka in Japan, dass das Unternehmen der bevorzugte Partner für den Betrieb des in der Region geplanten integrierten Casinos sei.

 

Der Regierung von Osaka zufolge spreche sie dem von MGM und dem japanischen Finanzkonzern Orix gebildeten Konsortium die Eignung für Bau und Betrieb des milliardenschweren Projektes zu. Nach umfangreicher Prüfung verschiedenster Kriterien erreichten die Partner 788,5 von 1.000 möglichen Punkten.

Der Zuschlag für MGM und Orix war allgemein erwartet worden, denn das Konsortium war in Osaka der einzige Bewerber für das Casino-Projekt. Gemeinsam mit Casinos Austria in Nagasaki und der Clairvest Group in Wakayama stehen nun alle präferierten Betreiber für die drei in Japan zu bauenden integrierten Casinos fest. Bevor die ersten Spatenstiche erfolgen, muss Japans Zentralregierung die von den Präfekturen vorgeschlagenen Kandidaten noch bestätigen. Dafür müssen diese ihre vollständigen Unterlagen bis April 2022 einreichen.

Im Vorfeld der Entscheidung war bereits bekannt geworden, dass vor dem Bau eine Reihe öffentlicher Anhörungen abgehalten werden soll. Mit diesen wollen die Initiatoren die Zustimmung der Bevölkerung sicherstellen.

 

Details zum Mega-Casino

Aus den eingereichten Bewerbungsunterlagen wurden bereits erste Details des über 9 Mrd. USD (7,8 Mrd. Euro) teuren Vorhabens bekannt. Demnach soll es auf der in der Nähe des Hafens gelegenen künstlichen Insel Yumeshima, Standort der Osaka-Expo des Jahres 2025, errichtet werden.

 

Ein Großteil der Investition werde nach Aussagen von MGM-CEO Bill Hornbuckle von Orix und seinen japanischen Partnern übernommen. Der Casino-Betreiber werde sich mit bis zu 2,5 Mrd. USD an dem Projekt beteiligen.

 

Hornbuckle äußerte sich zugleich erfreut über den Zuschlag:

Es ist eine Ehre, als Partner von Osaka für die Entwicklung eines integrierten Resorts ausgewählt worden zu sein. (…) Wir werden eng mit den Kommunalverwaltungen der Präfektur und der Stadt zusammenarbeiten, um ein ikonisches, einzigartiges japanisches Reiseziel zu schaffen, das die Wahl Osakas als Standort für eines der ersten integrierten Resorts in Japan rechtfertigt.

Geplant sei eine Hotelkapazität von 2.500 Zimmern und Suiten sowie der Bau eines Theaters mit 3.500 Sitzplätzen. Neben dem noch nicht näher spezifizierten Casino-Floor solle das Projekt auch für Konferenzen und Messen umfangreich Platz bieten.

 

MGM hoffe, die Einrichtung Ende der 20er Jahre eröffnen zu können. Man erwarte jährlich bis zu 20 Millionen Besucher und rechne damit, etwa 15.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

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