, 03.12.2020

In Irland ist am Dienstag ein neues Glücksspielgesetz in Kraft getreten. Laut Regierungsangaben soll der Gaming and Lotteries (Amendment) Act 2019 unter anderem die Werbung für Lotterien und andere Glücksspiele neu regeln. Das Mindestalter für die Teilnahme an allen Glücksspielen beträgt nach dem neuen Gesetz 18 Jahre.

 

In Irland war das Glücksspiel [Link auf Englisch] bislang nach Vorgaben aus den 1950er-Jahren geregelt worden. Aus diesem Grund hatte die Regierung eine Modernisierung der Glücksspielgesetze angestrebt.

 

Allerdings diene die aktuelle Gesetzesreform, die überdies den Lizenzierungsprozess für Glücksspiele optimieren soll, nur als Interimslösung. Im kommenden Jahr werde eine noch fundamentalere Änderung der irischen Glücksspielgesetze erwartet, heißt es aus Dublin.

Nach Informationen des Nachrichtenportals Business World hätten die Iren allein im Jahre 2019 insgesamt 9,8 Milliarden Euro für das Glücksspiel ausgegeben. Ein großer Teil der Ausgaben (4,8 Milliarden Euro) sei in Casinos, an Spielautomaten und beim Bingo getätigt worden. Der übrige Anteil (5 Milliarden Euro) sei an Pferde- und Sportwettenanbieter sowie Lotterien geflossen.

Verbraucher sollen profitieren

 

In einer Pressemitteilung hat die irische Regierung die neuen Regelungen am Montag gelobt. Von der Gesetzesänderung würde vor allem der Verbraucherschutz profitieren. Zudem erhielten Wohltätigkeitsprojekte mehr Gelder aus der Glücksspielbranche, erklärte Staatsminister James Browne, der für das Gesetz verantwortlich ist:

Dieses Gesetz modernisiert den Gaming and Lotteries Act von 1956 und wird dazu beitragen, die lokalen Spiel- und Lotterietätigkeiten besser zu fördern. Diese Aktivitäten, die hauptsächlich für wohltätige und philanthropische Zwecke durchgeführt werden, sind das Lebenselixier unserer Sportvereine und Gemeinschaftsorganisationen im ganzen Land.

Browne fügte hinzu, dass sich die Glücksspielindustrie im Wachstum befinde und deshalb Gegenstand einer „modernen, sinnvollen und effektiven“ Lizenzierung und Regulierung sein müsse.

 

Browne sei deshalb erfreut darüber, Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro für die Schaffung einer neuen Regulierungsbehörde gesichert zu haben. Sie soll in Zukunft sowohl das Glücksspiel in Casinos als auch das Glücksspiel im Internet überwachen.