, 17.01.2021

Die australischen Rennpferde Lovin’ Deqoque und Get On Deqoque sind umbenannt worden. Wie die britische Boulevard-Zeitung The Sun am Donnerstag berichtet hat, hätten sich Pferdefreunde bereits vor Wochen am Namensteil Deqoque gestört, der in der Aussprache eine Ähnlichkeit zum ordinären Wort the cock (dt., [vulgär] Penis) aufweise.

 

Lovin’ Deqoque werde deshalb ab sofort unter dem Namen Lovin’ De Quo laufen. Get On Deqoque solle in der Zukunft als Dublin De Quo bei Rennwettbewerben starten.

Zu kontroversen und ungewöhnlichen Namensgebungen ist es im Pferderennsport immer wieder gekommen. Ende Dezember 2020 berichteten Medien über den Newcomer Sumomomomomomomomo, der in Japan sein erstes Rennen absolvierte. Im Jahre 2017 gewann Horsey McHorseface sein Jungfernrennen [Link auf Englisch] in Australien. Das britische Rennpferd Ha Ha Ha konnte in seiner Karriere keinen Renngewinn feiern.

Unter ihrem alten Namen seien die Pferde zuletzt im Dezember auf der Deagon Pferderennstrecke in der Nähe von Brisbane angetreten. Lovin’ Deqoque habe in seinem Rennen den 4. Platz belegt. Get On Deqoque sei in seinem Lauf sogar auf dem 2. Platz gelandet.

 

Australischer Pferderennverband unwissend?

 

Laut dem australischen Newsportal 7News.com.au seien dem Pferderennverband Racing Australia die umstrittenen Namen zunächst nicht aufgefallen.

 

Der Verband kontaktiere Besitzer bei der Registrierung ihrer Tiere um sicherzustellen, dass Namensaussprache und Bedeutung übereinstimmten, erklärte die Organisation. Racing Australia sei davon ausgegangen, dass der strittige Namensteil De-quo ausgesprochen werde.

 

Nachdem die Pferdenamen in den Medien für Schlagzeilen gesorgt hatten, habe Racing Australia-CEO Myles Forman zu Beginn des Monats jedoch Veränderungen angekündigt. Gegenüber 7News.com.au sagte Forman:

„Racing Australia hat jetzt die Namen überprüft und arbeitet unabhängig davon, wie sie ausgesprochen werden sollen, mit dem Besitzer zusammen, um die Namen der Pferde vor dem nächsten Rennen zu ändern.“

Racing Australia überprüfe die Namensgebung von 12.000 Rennpferden pro Jahr. Nach den offiziellen Verbandsregularien werden daran strenge Anforderungen gestellt. „Vulgäre, skandalöse und obszöne“ Bedeutungen bezeichnet die Organisation darin als nicht akzeptabel. Gleiches gelte laut dem Regelwerk für einen Namen, dessen Aussprache einem inakzeptablen Wort ähnele.