, 15.10.2020

Die Übergangsphase für Online-Poker- und Glücksspielanbieter, auf die sich die Bundesländer im September geeinigt hatten, hat am heutigen Donnerstag begonnen. In der Zeit bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021 sollen Glücksspielunternehmen die Gelegenheit haben, sich den Richtlinien anzupassen.

 

Online-Poker wie PokerStars, PartyPoker, 888 und Unibet und die Betreiber reiner Glücksspiel-Plattformen versuchen nun, die Vorgaben zu erfüllen. Spielerinnen und Spieler sahen sich mit erheblichen Veränderungen auf den Online-Poker– und Casino-Webseiten konfrontiert.

 

Stark reduzierte Glücksspielangebote in den Online-Casinos

Diese beinhalten unter anderem die Einschränkung simultan bespielter Tische. Multi-Tabling wird demnach nur mit höchstens vier Tischen möglich sein. Hinzu kommen die Einführung eines Einzahlungslimits von bis zu 1.000 Euro im Monat.

 

Auch die Installation eines „Panik-Buttons“ an allen Spieltischen ist nun obligatorisch. Bei Betätigung des Buttons schließt der Spieler sich selbst für 24 Stunden von allen Glücksspielaktivitäten aus.

Glücksspiel-Angebot in Online-Casinos stark abgespeckt

 

Laut dem Glücksspielstaatsvertrag dürfen Online-Casinos Automatenspiele und klassische Casinospiele nicht mehr gleichzeitig anbieten. Daher werden die Spieler ab heute das Spielangebot in den Online-Casinos deutlich reduziert vorfinden.

 

Klassische Casinospiele wie Roulette und Blackjack sind nicht mehr vertreten. Auch die Live-Casino-Bereiche in den Online-Casinos sind nicht mehr aufrufbar. Derzeit beschränken sich die Angebote auf Online-Poker, Spielautomaten und Sportwetten.

 

Ob oder in welcher Form Blackjack, Roulette und Baccarat wieder online gespielt werden können, ist noch nicht klar. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Regulierung der klassischen Casinospiele möglicherweise über die staatlichen Lottogesellschaften der einzelnen laufen werde. Es wurde die Befürchtung laut, dass dies auf eine Monopolisierung hinauslaufen könne.

Optimismus in der Branche trotz erheblicher Einschränkungen

Glücksspiel-Betreiber, die an einer deutschen Lizenz interessiert sind, begrüßen trotz der einschneidenden Änderungen die baldige Regulierung des Glücksspiels in Deutschland.

 

So sagte der CEO von GVC, Shay Segev, in einer Erklärung:

Die Einführung der Übergangsphase in den Bundesländern bringt lang erwartete Klarheit in die Zukunft der Online-Glücksspielregulierung in Deutschland. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, ebenso wie die größere Sicherheit und Detailgenauigkeit, die sie für den Betrieb unter dem neuen Lizenzierungssystem bietet.

Die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen für verantwortungsbewusste, lizenzierte Betreiber sei letztendlich gut für die deutschen Verbraucher, den Konzern und die Branche insgesamt.

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