, 05.07.2021

Auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn ist in der letzten Woche zum 152. Mal das prestigeträchtige deutsche Pferderennsport-Event IDEE Deutsches Derby ausgetragen worden. Das in diesem Jahr lediglich viertägige Event mündete am Sonntag in seinem gleichnamigen Highlight-Rennen „Deutsches Derby“, welches in diesem Jahr nicht der Favorit der Buchmacher für sich entscheiden konnte.

Das Deutsche Derby wurde erstmals im Jahr 1869 und seither bis auf fünf Ausnahmen immer in Hamburg ausgetragen. Der Termin für das Rennen ist traditionell die zweite Juliwoche. In seiner gesamten Geschichte musste das Rennen erst einmal abgesagt werden, und zwar im Jahr 1945. Daher sollte auch die Corona-Krise 2020 und 2021 nicht zu einer gänzlichen Absage führen. Stattdessen wurde das Event im letzten Jahr auf drei Tage gekürzt und hinter geschlossenen Türen ausgetragen. In diesem Jahr durften 2.000 Zuschauer an die Rennbahn und das Event erstreckte sich über vier Renntage.

Auf dem französischen Zuchthengst Sisfahan ritt der Hamburger Jockey Andrasch Starke mit sicherem Abstand als erster über die Ziellinie. Mit einer Quote von 12,5 war er keineswegs der Favorit bei den Buchmachern.

 

Für recht sicher schienen die Buchmacher hingegen den Sieg von Jockey Theo Bachelot auf dem Hengst Alter Adler gehalten zu haben. Obwohl das Duo mit Quoten von 4,3 der klare Favorit war, reichte es nur für den zweiten Platz.

 

Der zweite Favorit, Sea of Sands (Quoten von 8,4), landete sogar nur auf Platz 13. Lord Charming (Quoten von 10,1) und Aff un zo (Quoten von 11,2) belegten den dritten respektive vierten Platz. Das Preisgeld von insgesamt 650.000 Euro wurde auf die ersten fünf Plätze aufgeteilt, wobei sich der Sieger über den Löwenanteil von 390.000 Euro freuen durfte.

 

Umsatzerwartungen erreicht

Wie der Hamburger Renn-Club noch gestern Abend in einer Pressemeldung bekannt gab, sei das Rennen auch für die Veranstalter ein voller Erfolg gewesen. So habe die diesjährige Veranstaltung insgesamt knapp 1,65 Mio. Euro Umsatz generiert. Insbesondere der vierte und letzte Renntag sei sehr rentabel gewesen. Er habe insgesamt 828.609 Euro in die Kassen gespült.

 

Der Präsident des Renn-Clubs, Hans-Ludolf Matthiessen, kommentierte zufrieden:

Das ist fast genau eine Punktlandung, auf diese Größenordnung hatten wir unsere Erwartungen gesetzt. Vor allem aber sind wir froh und zufrieden, dass das gesamte Derby-Meeting störungsfrei gelaufen ist. Allein auf der Bahn ist ein Umsatz von 176.675 Euro erzielt worden und das ist schon sehr beeindruckend, denn es ist der höchste Bahnumsatz seit Januar 2020.

Das diesjährige Event habe zudem eine Neuerung mit sich gebracht, heißt es in der Pressemeldung des Clubs. So sei zum ersten Mal das „Gentle Rider Championat“ verliehen worden. Die Sonderprämie sei an diejenigen Reiter gegangen, die sich durch „tadellosen und vorbildlichen Umgang mit dem Pferd“ ausgezeichnet hätten. Neben Sieger Andrasch Starke hätten auch die Jockeys Maxim Pecheur und Tommaso Scardino diese Auszeichnung erhalten.

 

Rennkalender 2021 enthält noch spannende Turniere

Wer es verpasst hat, auf das diesjährige Deutsche Derby seine Wetttipps abzugeben, darf sich auf eine Reihe weiterer Rennen in diesem Jahr freuen. Bereits am 25. Juli soll in München das Rennen Grosser Dallmayr-Preis – Bayerisches Zuchtrennen ausgetragen werden. Wettquoten stehen noch nicht fest.

 

Am 1. August soll der 163. Henkel Preis der Diana in Düsseldorf stattfinden. Eine Woche später, am 8.August sollen dann alle Augen auf das Grand Prix Festival Meeting auf der Berliner Rennbahn Hoppegarten gerichtet werden.

 

Der Verband Deutscher Galopp weist jedoch darauf hin, dass alle im weiteren Jahresverlauf geplanten Pferderennen bislang nur unter Vorbehalt bestätigt würden. Ob und inwiefern die Rennen planmäßig ausgetragen werden könnten, hänge von den jeweils aktuellen Corona-Schutzverordnungen der Länder ab.