Sonntag, 02. Oktober 2022

Pferderennen in Großbritannien könnten in Kürze wieder aufgenommen werden

Pferde

In Großbritannien könnten Pferderennen möglicherweise innerhalb einer Woche wieder beginnen, erklärte Nick Rust, CEO der British Horseracing Authority (BHA) am Montag gegenüber dem britischen Sender BBC. Voraussetzung sei eine Entscheidung der Regierung, die aufgrund der Covid-19-Pandemie auferlegten Einschränkungen zu lockern.

Rust gab an, dass die Pferde auch während des Lockdowns weiterhin trainiert worden seien. Daher seien keine Vorbereitungen notwendig, damit sie bei den Rennen an den Start gehen könnten.

Die ersten Veranstaltungen sollen vorerst ohne Publikum stattfinden. Dazu gehören die Nell Gwyn Stakes, Fred Darling Stakes, Craven Stakes und Greenham Stakes am 23. und 24. Mai. Auch das Royal Ascot Rennen soll ab dem 16. Juni ausgetragen werden.

Rust kommentiert:

„Wir können zu den Ersten gehören, die wieder anfangen. Wir wollen aber nicht der öffentlichen Meinung zuvorkommen. Wir sagen, wir sind bereit, sobald Sie bereit sind und sobald die Empfehlungen für die öffentliche Gesundheit es zulassen.“

British Horseracing Authority im Kreuzfeuer der Kritik

Der britische Rennsport wurde am 17. März ausgesetzt. Die Entscheidung erfolgte kurz nach dem viertägigen Cheltenham Festival, das 250.000 Zuschauer anzog. Angesichts der Gefahren durch das Coronavirus stieß dies jedoch auf heftige Kritik.

Rust verteidigte die Entscheidung der Rennleitung und sagte:

„In der Woche fand Crufts [die berühmte Hunde-Ausstellung] in Innenräumen statt. In London fuhren jeden Tag Millionen von Menschen mit der U-Bahn. Liverpools europäisches Fußballspiel [gegen Atletico Madrid] fand statt.“

Doch auch von anderer Seite kamen kritische Äußerungen. So hätten einige Trainer kritisiert, dass die BHA [Seite auf Englisch] nicht bereits früher auf eine Wiederaufnahme der Aktivitäten auf der Rennbahn gedrängt habe, schließlich seien in Australien und Hongkong auch Rennen ohne Publikum veranstaltet worden.

Dazu sagte Rust, dass die Bedingungen völlig unterschiedlich und somit nicht vergleichbar seien. Die Rennbahnen in Hongkong seien in Besitz der Regierung und die Pferde seien direkt bei den Rennstrecken untergebracht.

Sollten die Rennpferde tatsächlich zeitnah wieder an den Start gehen dürfen, sollte dies eine große wirtschaftliche Entlastung für alle Beteiligten bedeuten. Auch der Staat werde durch eine Wiederaufnahme der Rennaktivitäten entlastet, sagte Rust, denn rund 20.000 Menschen bestritten damit ihren Lebensunterhalt.