, June 24, 2016

Eishockeyfan und Pokersuperstar Daniel Negreanu darf jubeln: Ab der Saison 2017/2018 bekommt seine Wahlheimat Las Vegas ein eigenes NHL-Team. Und der Pokerprofi hat dabei kräftig mitgeholfen! (Bildquelle)

Eishockeyfan und Pokersuperstar Daniel Negreanu darf jubeln: Ab der Saison 2017/2018 bekommt seine Wahlheimat Las Vegas ein eigenes NHL-Team. Und der Pokerprofi hat dabei kräftig mitgeholfen! (Bildquelle)

Schon lange wurde darüber gerätselt und spekuliert, wann die Stadt Las Vegas endlich ein Team in einer der großen nordamerikanischen Profiligen bekommt. Wie diese Woche bekannt gegeben wurde, ist es ab der Saison 2017/2018 endlich soweit: Die Wüstenstadt bekommt ausgerechnet ein Team in der besten Eishockeyliga der Welt, der NHL. Der kanadische Poker Superstar Daniel Negreanu, der großer Eishockeyfan ist, leistete auch seinen Beitrag für den NHL-Standort Las Vegas.

Eigentümer des neuen Teams ist Milliardär Bill Foley, der sich das Projekt 500 Millionen Dollar kosten lässt. Er wurde bei seiner Kampagne unter anderem auch von Pokerprofi Daniel Negreanu unterstützt. Das Geld wird zu gleichen Teilen an alle 30 bisher bestehenden Klubs verteilt. Ab Herbst 2017, wenn die NHL ihren 100. Geburtstag feiert, besteht die Liga dann aus 31 Teams.

Eishockeyfan Negreanu bekommt NHL-Team für seine Wahlheimat

Poker Legende Daniel Negreanu ist Mitglied der Poker Hall of Fame, führt die All-time-Poker-Welt-Geldrangliste an und konnte schon sechs WSOP Bracelets gewinnen. Seit Jahren ist Las Vegas seine Wahlheimat. Geboren wurde Negreanu in Toronto und war seit seiner Jugend großer Fan der Maple Leafs. Bisher fehlte ihm an seiner neuen Heimat Las Vegas vor allem ein NHL-Team. Aber nicht mehr lange.

Negreanu ist einer der Mitinitiatoren des Projekts. Negreanu möchte sich in Zukunft womöglich auch Anteile an dem Team sichern:

„Ich würde mir aber keine Anteile kaufen, weil ich denke, dass es ein gutes oder schlechtes Investment wäre. Ich würde mir nur welche kaufen, weil es für mich die einmalige Chance wäre, Teile eines NHL-Teams zu besitzen. Das wäre für mich als Eishockey-Fan schon eine sehr coole Sache.“

“The Las Vegas Rat Pack” oder „Las Vegas Black Knights“?

Geht es nach ihm soll die Mannschaft in Anlehnung an die Zeiten von Frank Sinatra “The Las Vegas Rat Pack” genannt werden. Mal sehen, ob er sich damit durchsetzen kann. Aktuell wird der Name Black Knights favorisiert, der einen Bezug zur Zeit des Eigentümers Bill Foley in der Militärakademie West Point hat.

Negreanu ist davon überzeugt, dass ein Eishockeyteam gut für die Stadt sein wird. Es werde die Bewohner, die seit jeher von überall her nach Las Vegas zum Leben kommen, näher zusammenbringen und ihnen Gemeinsamkeit sowie Zusammenhalt geben. Natürlich bestehe die Gefahr, dass das Team in den ersten Jahren nicht sehr konkurrenzfähig sei. Bill Foley wolle aber durch zahlreiche Eishockey-Hallen auch viel für den Nachwuchs und die Talentsichtung tun. So soll die Begeisterung für den Wintersport in der Wüstenstadt geweckt werden. Besitzer Foley habe einen Plan, der das Team spätestens nach 3 oder 4 Jahren das erste Mal in die Play-offs führen soll. Und nach spätestens acht Jahren soll Las Vegas den ersten Stanley Cup holen. Ein Vorteil seien nicht nur die etwa 2,2 Mio. Einwohner, sondern auch die unzähligen Besucher und Touristen, die das US-Glücksspiel-Mekka jährlich aufsuchen.

„Foley besitzt das Team nicht wegen des Geldes, sondern aus Leidenschaft“

Negreanu berichtet wie er Milliardär Bill Foley kennengelernt hat:

„Ich habe vor ein paar Jahren ESPN ein Interview zu dem Thema gegeben. Foley hatte das Interview gelesen und kam dann auf mich zu, ob ich nicht aktiv an dem Prozess teilhaben möchte. Ich habe unter anderem gleich zugesagt, da ich Foley vom ersten Augenblick an mochte. Er kümmert sich nicht wegen dem Geld um das Projekt, denn davon hat er genug. Für ihn ist es eine Leidenschaft. Er ist ein Gewinner und will immer gewinnen. Er hat für die Umsetzung schon zahlreiche fähige und gute Leute um sich geschart.“

Wie das neue Team heißen soll, wurde noch nicht bekannt gegeben. Vermutlich wird die neue T-Mobile-Arena zum Heimatstadion. Viele Experten bleiben skeptisch, ob das NHL-Franchise in der Wüste zum Erfolg werden kann. In Las Vegas gibt es bisher einige kleinere Basketball- und ECHL-Hockeyteams, die mit geringen Besucherzahlen zu kämpfen haben. Negreanu hofft einen Effekt wie in San Jose. Dort gab es vor den Sharks auch keine Eishockey-Kultur und nun ist die ganze Region um San Jose richtig eishockeyverrückt.

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