, March 16, 2019

Lewis Hamilton ist optimal in die an diesem Wochenende beginnende Formel 1-Saison gestartet. Mit seinem Mercedes eroberte er bei der Qualifizierung die Pole Position für das am frühen Sonntagmorgen (MEZ) ausgetragene erste Rennen der Saison 2019. In der Startaufstellung für das Rennen im australischen Melbourne folgen sein Teamkollege Bottas und Sebastian Vettel

 

Ferrari dominierte die ersten Tests

Sebastian Vettel

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (Bild: Wikipedia)

Trotz des missratenen Starts schauen insbesondere Ferrari-Fans schauen auf die nächsten Rennen, denn Vettels Team zeigte bereits im Vorfeld eine gute Performance. Die Tests vor Saisonbeginn waren für Sebastian Vettel sehr erfolgreich verlaufen: Gemeinsam mit seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc hatte der vierfache Weltmeister die im spanischen Barcelona absolvierten Testrunden dominiert.

 

Die Saison 2019 verspricht also spannend zu werden, denn Ferrari hat sich mit seinem neuesten Modell einen Vorsprung vor dem großen Konkurrenten Mercedes herausgearbeitet.

 

Da die Tests und das Qualifying noch keine endgültige Aussage über die Stärke der Fahrzeuge und ihrer Piloten machen, warten Formel 1-Fans und -Experten nun gespannt auf das bevorstehende Rennen.

 

Lewis Hamilton hatte nach den Tests jedoch bereits Verbesserungsbedarf angemahnt. Um mit Ferrari mithalten zu können, müsse das Auto bis zum Saisonstart optimiert werden.

 

Auf die Frage eines Reporters, ob Mercedes den Rückstand bis zum ersten Rennen in Melbourne wettmachen könne, sagte der Seriensieger der letzten Jahre:

Ich bin mir nicht sicher. Der Rückstand auf Ferrari beträgt möglicherweise eine halbe Sekunde. Wir werden an dem Auto bis zum Start weiterarbeiten.

Der amtierende Weltmeister vermutet, dass Ferrari bereits Ende letzter Saison damit begonnen hat, intensiv an dem neuen Boliden zu arbeiten. Deshalb habe sich der italienische Rennstall einen Vorsprung gegenüber seinem Mercedes-Team erarbeitet.

 

Buchmacher sehen Mercedes nur noch leicht vorn

Auch die Sportwetten-Anbieter registrierten die leicht veränderte Ausgangslage zu Beginn der neuen Serie. Zwar liegt Lewis Hamilton bei ihnen in puncto Weltmeisterschaft noch vorne, doch der Abstand zu Vettel und Co. hat sich merklich verringert.

 

Wenn es um den Favoriten auf den WM-Titel geht, hat Lewis Hamilton (1:2,30) derzeit einen knappen Vorsprung vor Sebastian Vettel (1:2,75). Doch bereits an dem auf Rang drei geführten Ferrari-Piloten Charles Leclerc (1:5,50) zeigt sich, dass die Buchmacher Vettels Rennteam gute Chancen zubilligen.

 

Lewis Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas findet sich mit einer Quote von 1:26,0 hingegen erst auf Rang fünf und damit noch hinter Max Verstauen von Red Bull Racing (1:9,00) wieder. Auch bei dem für die Teams mindestens ebenso bedeutenden Konstrukteurs-Titel ist der Abstand kleiner geworden: Hier liegt Mercedes (1:1,90) nur noch ganz knapp vor Ferrari (1:2,10).

Die Highlights der Formel 1-Saison
Obwohl die Saison gerade erst beginnt, schauen Formel 1 -Enthusiasten bereits sehnsüchtig in Richtung Mai, wenn am 26.05. der Große Preis von Monaco und damit eines der absoluten Highlights im Rennkalender gestartet wird. Es folgen weitere Grand Prix’ in Europa, wobei auch in wieder in Deutschland (Hockenheimring, 28. Juli) Station gemacht wird.

 

Der Große Preis von Italien in Monza (08. September) beschließt die Rennen in Europa. Danach geht es über Asien und Amerika nach Abu Dhabi, wo am 01. Dezember 2019 die Saison endet. Spätestes hier entscheidet sich, wer zum neuen Formel 1-Weltmeister gekürt wird.

Noch besser werden die Chancen von Vettel bei der Formel 1-Premiere an diesem Wochenende eingeschätzt. Hier sahen ihn die Quoten vor dem Qualifying mit 1:2,75 sogar als Favoriten auf den Sieg. Es folgen Dauerrivale Lewis Hamilton (1:3,25) und direkt dahinter Charles Leclerc (1:3,50).

 

Trauer um Renndirektor Charlie Whiting

Der Saisonauftakt wird von einem Trauerfall überschattet: Am Donnerstag schockte die Nachricht über den plötzlichen Tod des Formel 1-Renndirektors die Rennsport-Szene. Charlie Whiting war völlig überraschend in Melbourne gestorben.

 

Der 66-Jährige war wenige Stunden zuvor noch auf der Strecke gewesen. Berichten zufolge erlag Charlie Whiting, der seit Jahrzehnten in der Formel-1 aktiv war, den Folgen einer Lungenembolie. Fahrer und Organisatoren zeigten sich geschockt von dem plötzlichen Tod des beliebten Briten.

 

Charlie Whiting war seit 1997 Renndirektor der Formel 1 und damit für die Sicherheit der Grand Prix-Rennen verantwortlich. Dazu bediente er die Signalanlage, mit der jedes Rennen gestartet wurde. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.