, 20.04.2019

Heute beginnt im altehrwürdigen Crucible Theatre in Sheffield die Snooker-Weltmeisterschaft. Als Top-Favorit wird wieder einmal der fünfmalige Titelträger Ronnie O’Sullivan aus Großbritannien gehandelt.

 

Neben O’Sullivan treten beim Höhepunkt der Snooker-Saison 127 Teilnehmer an. Dabei hatten die Top-105 der Weltrangliste einen Startplatz sicher, während sich Amateur- und Jugendspieler die restlichen Tickets bei Qualifikationsturnieren erspielen konnten.

 

Auch Buchmacher sehen den Altmeister ganz vorne

Wenn es um den Favoriten des WM-Turniers geht, tippen die Wettbüros ebenfalls auf Ronnie O’Sullivan. ’The Rocket‘, wie ihn seine Fans aufgrund seines schnellen Spiels nennen, führt mit einer durchschnittlichen Quote von 1:3,40 die Wettlisten an.

 

Die Favoritenrolle fällt dem 43-jährigen O’Sullivan nicht von ungefähr zu, denn er führt momentan die Weltrangliste an, die auf den in der Saison erspielten Preisgeldern beruht. Hier liegt ‘The Rocket’ mit 1,23 Millionen Pfund vor dem dreimaligen Weltmeister Mark Selby, der bisher 1,09 Millionen Pfund gewann.

Die Wettquoten vor Beginn der WM
1. Ronnie O’Sullivan 1:3,40
2. Judd Trump 1:5,90
3. Neil Robertson 1:9,50
4. Mark Selby 1:9,90
5. Kyren Wilson 1:17,20
6. Mark Williams 1: 19,90
7. Mark Allen 1:20,01
8. John Higgins 1:20,03

Dass die Favoritenrolle für O’Sullivan keine Bürde ist, hat er bei den vergangenen Weltmeisterschaften im Crucible Theatre bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So meldete er sich nach einer Auszeit im Jahr 2013 erst kurz vor Meldeschluss für die WM an und gewann dann in dem 1971 erbauten Theater als erster Titelträger seit Stephen Hendry (1996) zum zweiten Mal in Folge.

 

Neil Robertson

Mitfavorit Neil Robertson (Bild: Wikipedia)

Auf die Frage, warum er aus dem selbst gewählten Exil zurückgekommen sei, antworte der auf der ganzen Welt beliebte Snooker-Star damals lächelnd, dass er das Geld bräuchte, um das Schulgeld seiner Kinder zahlen zu können.

 

Auch in dieser Saison zeigt sich der Brite in bestechender Form. So gewann er im März die Coral Players Championship 2019 und strich dabei 125.000 Pfund ein. Fast noch bedeutender war, dass er dort sein 1000. Century Break erzielte.

 

Mit inzwischen 1.008 dieser Breaks, bei denen der Spieler mindestens 100 Punkte in Folge einlochen muss, liegt O’Sullivan in der ewigen Bestenliste nun weit vor Stephen Hendry (775) und John Higgins (770).

 

Australischer Herausforderer in bestechender Form

Doch das Feld der Herausforderer ist groß. Dabei zeigt sich insbesondere der Australier Neil Robertson momentan in optimaler Verfassung. Vor zwei Wochen gewann er in Peking seinen dritten Titel der laufenden Saison und stand bei seinen letzten vier Turnieren jeweils mindestens im Finale.

 

Entsprechend optimistisch zeigte sich der 37-Jährige vor dem Turnier:

Dies ist das erste Mal, dass ich einfach rausgehe und das unterhaltsame, angriffslustige Snooker spielen werde, das den Fans gefällt. Die Ergebnisse kommen dann hoffentlich von selbst.

Ab heute wird sich zeigen, ob Robertson seine Lockerheit und die brillante Form über den Verlauf des Turniers bewahren kann. Die letzten Jahre sollten ihm eine Warnung sein, denn nach seinem bisher einzigen WM-Triumph 2014 schied er viermal in der ersten Runde aus.

 

Eine halbe Million für den Sieger

Neben dem prestigeträchtigen WM-Titel geht es für die Spieler in Sheffield um viel Geld, denn das Preisgeld liegt bei insgesamt 2,23 Millionen Pfund Sterling. Allein der Weltmeister erhält eine halbe Million Pfund, während der Verlierer des Finales den Tisch mit immerhin noch 200.000 Pfund verlässt.

 

Darüber hinaus gibt es für die Snooker-Profis weitere Möglichkeiten, ihre Einnahmen zu steigern: Für den Spieler, der das höchste Break des Turniers spielt, gibt es weitere 10.000 Pfund. Zudem zahlt der Veranstalter für jedes Maximum Break 5.000 Pfund.

Das Maximum Break
Um ein ‘Maximum’ zu erzielen, muss der Spieler alle auf dem Tisch liegenden Kugeln in einer festen Reihenfolge lochen und dabei die höchste Punktzahl erzielen. Die maximale Ausbeute liegt bei 147 Punkten, die der Spieler mit der letzten versenkten Kugel erreicht.

 

In der Rangliste der erfolgreichsten Maximum Break-Spieler führt Ronnie O’Sullivan mit 15 höchstmöglichen Breaks vor dem ehemaligen Weltmeister Stephen Hendry aus Schottland, dem in seiner Karriere elf ‘Maximums’ gelangen.

Ab heute werden die Fans in Sheffield und vor den Bildschirmen gespannt dabei zusehen, wie sich die Spieler auf die Jagd nach dem Titel sowie weiteren ‘Maximums’ und ‘Centuries’ machen.

Similar Guides On This Topic