, 07.12.2020

Schwedens Amt für Verbraucherschutz (Konsumentverket) hat die Gestaltung der allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Glücksspielanbietern kritisiert. Man habe bei Prüfung der AGB eine Reihe von Mängeln festgestellt, so die Behörde.

 

In dem am 3. Dezember präsentierten Prüfbericht erklärten Vertreter des Amtes, dass sie insbesondere „Defizite bei der Bereitstellung ausgewogener und fairer Bedingungen“ für die Spieler entdeckt hätten.

 

So heißt es auf der Webseite der Verbraucherschützer:

In den geprüften Glücksspielunternehmen gibt es erheblichen Verbesserungsbedarf.

Konsumentverket [Seite auf Englisch] begründet seine Kritik mit einer Stichprobe, auf deren Basis man die AGB der Online-Anbieter überprüft habe. Dafür seien 13 lizenzierte Unternehmen zufällig ausgewählt worden.

 

Mängel bei Mehrheit der Anbieter

Bei elf von ihnen seien erhebliche Defizite erkannt worden. Dabei handele es sich vorwiegend um Bestandteile der AGB, die die Authentifizierung bei Registrierung, den Haftungsausschluss und die generellen Bedingungen des Glücksspiels behandelten. Darüber hinaus habe man festgestellt, dass der Mehrheit der Anbieter unklare Angaben über die Gestaltung von Bonus-Spielen mache.

 

Außerdem seien in den AGB von sechs Glücksspielfirmen Einschränkungen bei der Auszahlung von Kundenguthaben entdeckt worden. So könnten vereinzelt registrierte, niedrige wöchentliche Auszahlungslimits Spieler daran hindern, die vollständige Auszahlung von größeren Gewinnen auf ihre Bankkonten zu veranlassen. Stattdessen müssten sie in diesen Fällen mit der langwierigen Überweisung von Teilbeträgen vorlieb nehmen.

Nach Angaben der Verbraucherschützer habe sich neben privaten Glücksspielfirmen auch der staatlich geführte Anbieter Svenska Spel unter den geprüften Unternehmen befunden. Konsumentverket veröffentlichte in seinem Bericht jedoch keine Namen. Damit ist derzeit nicht bekannt, wem die Mängel zur Last gelegt werden.

Des Weiteren monierte das Amt rechtliche Aspekte bei einzelnen Unternehmen. So gäben drei von ihnen einen ausländischen Gerichtsstand für die Behandlung von Rechtsstreitigkeiten an. Bei vier der Anbieter würde die Einhaltung der Spielregeln von ausländischen Behörden überwacht. Dies erschwere schwedischen Spielern bei Streitigkeiten den Rechtsweg, so Konsumentverket.

 

Das Amt forderte die 13 Firmen auf, ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen umgehend in Bezug auf die geäußerten Kritikpunkte hin zu überprüfen und entsprechend zu überarbeiten. Um sicherzustellen, dass dies im Sinne des Spielerschutzes geschehe, werde man die Unternehmen zeitnah erneut begutachten.

 

Um die Bedeutung der Ergebnisse des Berichtes hervorzuheben, sei dieser an den Verband der schwedischen Online-Glücksspielanbieter (BOS) sowie an die Glücksspielkontrolleure von Spelinspektionen versandt worden.

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