Montag, 05. Dezember 2022

Spanien plant neues Casino als Teil von Hafen­sanierungs-Projekt

Huelva Hafen Schiffe Der Hafen von Huelva könnte mit Casinos und Hotels bald zum Tourismus-Zentrum werden. (Bild: Pixabay/Manuel Cortés Núñez)

Im Süden von Spanien könnte schon bald ein neues Casino entstehen. Es ist Teil eines Sanierungsprojektes, bei dem der Hafen von Huelva umgestaltet werden soll. Geplant sind Freizeit-, Gastronomie- und Glücksspiel-Angebote, die zum touristischen Anziehungspunkt werden sollen.

Umgestaltet werden soll der Innenhafen von Huelva, in dem sich die sogenannte „Muelle de Levante“ befindet, ein Kai in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums. Hier soll nach Angaben der Stadt Huelva ein Gewerbe- und Freizeitgebiet mit einer Größe von 80.000 Quadratmetern entstehen. Große offene Flächen zum Meer hin sollen künftig für erstklassige Kultur- und Freizeitangebote zur Verfügung stehen und es soll Anlegestellen für Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffe geben.

Casino mit Panoramablick auf den Hafen angedacht

Geplant sei auch die Konstruktion eines Panoramaturms, der ein Hotel und ein Casino beherbergen könne.

In der Projektbeschreibung ist angegeben, dass der Turm Raum für Büros bieten solle. Insgesamt 5.000 Quadratmeter Fläche seien jedoch für Hotel-Angebote vorgesehen. Wie groß ein hier entstehendes Casino sein könnte, ist noch nicht spezifiziert. Die Gesamtfläche für Freizeit und Gastronomie an dem Kai ist jedoch mit 20.000 Quadratmetern angegeben.

Damit könnte im Süden von Spanien schon bald ein Casino-Projekt entstehen, das den seit Jahren umstrittenen „Eurovegas“-Plänen in Madrid oder Barcelona Konkurrenz machen könnte. Die Infrastruktur Huelvas ist hierfür ebenso günstig. Es gibt zwei Flughäfen in weniger als einer Fahrtstunde Entfernung, ein Schienennetz und eine gute Straßenanbindung.

Bereits jetzt, so die Hafenbehörde, sei der Hafen ein beliebtes touristischen Ziel in Andalusien. Mit der Umgestaltung des Hafens solle nicht nur das gesamte Erscheinungsbild der Mündungsfront verändert werden. Vielmehr solle die gesamte Hafenstadt unter anderem durch die neuen Hotelflächen und das möglicherweise entstehende Casino aufgewertet werden.

Die Präsidentin der Hafenbehörde, Pilar Miranda, unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Stadt mit den Worten:

„Wir werden diesen Raum für die Bürger zurückgewinnen, was auch zur Schaffung von Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung beitragen wird.“

Bevor das Projekt jedoch umgesetzt werden kann, gilt es zunächst, eine geeignete Verwaltungsgesellschaft zu finden, die das Projekt beaufsichtigt und die technischen und bürokratischen Hürden überwindet. Die Anforderungen an das Projekt gelten als sehr streng, da es als Maßnahme angesehen wird, die sich auch auf die Natur und Umwelt des Mündungsgebietes entscheidend auswirken wird.